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Fr, 6. Oktober 2017, 11:58

Software::Browser

Mozilla startet Cliqz-Experiment in Firefox

Ab nächste Woche wird ein kleiner Teil der Firefox-Benutzer, der Firefox herunterlädt, die Cliqz-Erweiterung erhalten. Diese soll für bessere Suchvorschläge und mehr Datenschutz beim Suchen sorgen.

Mozilla Foundation

Vor gut einem Jahr hat sich Mozilla an der Münchner Cliqz GmbH beteiligt. Ziel der strategischen Investition war die Entwicklung innovativer Produkte im Bereich Datenschutz bei der Suche im Internet. Cliqz ist eine Mehrheitsbeteiligung des international agierenden Medien- und Technologieunternehmens Hubert Burda Media, das die Erweiterung »Cliqz für Firefox« entwickelt hat. Die Browsererweiterung ergänzt Firefox um eine Schnellsuchmaschine sowie Funktionen zur Verbesserung von Sicherheit und Datenschutz wie Anti-Tracking. Die für deutsche Nutzer optimierte Cliqz-Schnellsuche zeigt Webseiten-Vorschläge, Nachrichten sowie Informationen und bringt Nutzer so nach Auffassung des Herstellers schneller zum Ziel.

Laut Mozilla ist es zu begrüßen, dass Benutzer durch die Suchvorschläge auf neue Dinge aufmerksam gemacht werden. Das soll dem wachsenden Zentralisierungs-Problem im Web begegnen, das nach Auffassung von Mozilla die Sicht der Benutzer einengt.

Cliqz hat laut Mozilla in den bisherigen Tests großes Potential bewiesen. Viele Nutzer haben die Empfehlungen als nützlich und zeitsparend empfunden. Daher soll Cliqz ab kommender Woche als Experiment in Firefox verteilt werden. Etwas weniger als ein Prozent der deutschen Nutzer, die Firefox von Mozilla direkt herunterladen, werden eine Firefox-Version erhalten, bei der die Cliqz-Empfehlungen automatisch aktiviert sind. Diese können leicht deaktiviert werden und die Cliqz-Erweiterung kann auch vollständig entfernt werden.

Cliqz ist allerdings nicht ohne Kritik, denn um sinnvolle Empfehlungen geben zu können, muss das Programm die Surf-Aktivitäten der Nutzer an die Cliqz-Server senden. Laut Mozilla soll dies trotzdem nicht die Privatsphäre verletzen, da Cliqz sensible Informationen aus den Daten entfernt und zudem keine Surf-Profile individueller Nutzer erstellt. Die IP-Adressen werden nach der Datenerhebung gelöscht. Um dies zu verifizieren, kann man den Quellcode von Cliqz einsehen. Trotzdem ist dieser keine freie Software, sondern bleibt proprietär. Zusätzlich ist eine Beschreibung der verwendeten Verfahren verfügbar.

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