Login
Newsletter
Werbung

Mi, 8. November 2017, 15:03

Hardware

Mozilla analysiert Datenaufzeichnungsverhalten von Geräten

Die Weihnachtssaison hat bereits begonnen und viele erwägen, ein mit dem Internet verbundenes Gerät oder Spielzeug zu schenken. Mozilla hat einige Dutzend der Geräte am Markt auf ihre möglichen Auswirkungen auf die Privatsphäre untersucht.

Mozillas Weihnachtsgeschenk-Leitfaden

Mozilla

Mozillas Weihnachtsgeschenk-Leitfaden

Das »Internet der Dinge« ist in enormem Wachstum begriffen, wie sich an der Vielzahl der Produkte ablesen lässt, die auf dem Markt angeboten werden. Viele Nutzer möchten die Vorteile des einen oder anderen Produkts nutzen, sind sich aber nicht sicher, wo die erhobenen Daten landen und wie sicher sie sind. Um diese Fragen zu klären, haben Mozilla-Mitarbeiter einige Dutzend Geräte untersucht und daraus einen Einkaufs-Leitfaden zusammengestellt. Dieser enthält Geräte aus den Kategorien Spielzeug, Spielkonsolen, Heimautomatisierung, Heim-Accessoires, Spielereien und Gesundheit/Fitness.

Obwohl Mozilla ausdrücklich vor Geschenken warnt, die Daten ins Internet hochladen, sind längst nicht alle der untersuchten Geräte gleich bedenklich. Alle verfügen allerdings über Kamera, Mikrofon, GPS oder andere Sensoren und die meisten können zumindest einen Teil dieser Daten zum Hersteller senden. Der Mozilla-Einkaufsführer klärt darüber auf, welche Sensoren vorhanden sind, ob sie Daten senden, welche Datenschutz-Angaben der Hersteller macht, ob man ein Online-Konto beim Hersteller anlegen muss und ob man seine Daten wieder löschen lassen kann. Auch auf die unerwünschten Nebenwirkungen dieser Online-Aktivitäten wird eingegangen, in nicht wenigen Fällen ist dabei Werbung involviert. Auch die wichtige Frage, was passieren könnte, wenn etwas schief geht, wird beantwortet - vielleicht etwas zu kurz und zu stark vereinfacht. Trotzdem können die Leser anhand der Angaben zu einer Einschätzung gelangen, ob das Produkt ihren Ansprüchen an die Privatsphäre genügt.

Insgesamt kann dieser Führer nur einen kleinen Teil der erhältlichen Geräte aufführen. Zudem beruhen die Angaben wohl überwiegend auf den Angaben der Hersteller und weniger auf eigenen Erfahrungen. So bleiben die neben dem Datenschutz mindestens ebenso wichtige Fragen nach der Sicherheit unbeantwortet, beispielsweise ob die Kommunikation mit dem Internet sicher ist, ob es Zugänge von außen gibt, und ob das Betriebssystem aktuell und frei von Sicherheitslücken ist. Die bisherigen Erfahrungen mit dem »Internet der Dinge« ist, dass die Hersteller überwiegend in sämtlichen dieser Punkte versagen.

Werbung
Pro-Linux
Pro-Linux @Twitter
Neue Nachrichten
Werbung