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Di, 14. November 2017, 14:49

Software::Browser

Firefox 57 »Quantum« freigegeben

Die Mozilla Foundation hat planmäßig die Version 57 ihres Webbrowsers Firefox veröffentlicht. Zu den herausragendsten Neuerungen der aktuellen Version gehören unter anderem die neue »Quantum«-Engine, Geschwindigkeitsverbesserungen und Überarbeitungen der Oberfläche.

Firefox 57 »Quantum«

Mirko Lindner

Firefox 57 »Quantum«

Mit einer neuen Generation des Firefox-Browsers präsentiert die Mozilla Foundation ein Produkt, das die Übermacht von Chrome angreifen will. Dafür hat die Organisation den bekannten Browser umgekrempelt und innerlich wie äußerlich einem Update unterzogen. »Neu. Schnell. Stark«, lautet die Maxime auf der Startseite der Organisation.

Eine der wohl wichtigsten Neuerungen von Firefox 57 »Quantum« ist die titelgebende Engine, die laut Aussage von Mozilla »2x mehr Tempo« und »ordentlich Dampf« machen soll. Die moderne, in Rust geschriebene Engine löst damit die in die Jahre gekommene »Gecko«-Engine ab, was sich durchaus bemerkbar machen soll. Laut internen Messungen der Organisation ist Quantum nicht nur speicherschonender, sondern auch erheblich schneller. Während beispielsweise die Version 52 von Firefox vor knapp einem Jahr noch 35 Punkte beim Speedometer-Benchmark lieferte, sollen es bei Quantum laut Aussagen von Mozilla nun teils mehr als 67 Punkte sein. Quantum nutzt dabei die Hardware moderner PCs besser aus und kann nicht nur mehrere Prozesse nutzen, sondern auch die meisten Arbeiten auf mehrere CPU- und GPU-Einheiten verteilen.

Unterm Strich soll Firefox 57 deshalb der schnellste und der beste Firefox aller Zeiten sein. Dabei soll der Browser nicht nur schneller, sondern auch nutzeroptimierter agieren. »Firefox Quantum ist doppelt so schnell wie der klassische Firefox, und zwar durchweg«, schrieb die Organisation bei der Vorstellung der Betaversion. Dabei wird der Zuwachs an Geschwindigkeit auch durch neue Bedienkonzepte erreicht. So hat beispielsweise das gerade genutzte Tab stets die höchste Priorität. Unter anderem wird es stets priorisiert geladen und behandelt.

Fotostrecke: 7 Bilder

Startseite von Firefox 57 »Quantum«
Neue Tabs in der Standardeinstellung
Adresszeile in Firefox 57 »Quantum«
Screenshots in Firefox 57 »Quantum«
Anpassung der Oberfläche in Firefox 57 »Quantum«
Doch nicht nur unter der Haube wurde Firefox angepasst. Auch äußerlich haben die Mozilla-Entwickler dem Browser eine Frischzellenkur spendiert. Das ebenfalls in die Jahre gekommene »Australis«-Design wurde durch »Photon« abgelöst, das sich teils erheblich unterscheidet. Nach dem Start fallen direkt die neuen eckigen Tabs und die dezente Animation auf. Auch die Icons wurden überarbeitet und wirken moderner. Naturgemäß lassen sich aber alle Einstellungen anpassen.

Weitere Neuerung betrifft die Tabs-Seite. So zeigt der Browser beim Öffnen eines neuen Tabs einen Aktivitätenstrom, der in der Standardausführung einen Überblick über die wichtigsten Seiten und Ereignisse anbietet. Die neue Seite lässt sich grafisch weitgehend umgestalten und an die eigenen Bedürfnisse sowohl grafisch wie auch funktionell anpassen. Welche Möglichkeiten der Anpassungen existieren, erfährt der Anwender in einer neuen Einführung, die neben den Funktionen auch die entsprechenden Menüs einblendet.

Für Nutzer mit Touch-Displays passt sich der neue Firefox automatisch an und vergrößert beispielsweise manche Elemente. Außerdem wurde die Integration des durch Mozilla übernommenen Dienstes Pocket überarbeitet. So werden nicht nur Pocket-Informationen in neue Tabs eingebunden, sondern auch der Zugriff auf den Dienst wurde vereinfach. Mit nur einem Klick und direkt aus der Adressleiste heraus können beispielsweise Inhalte in Pocket gespeichert und auf anderen Geräten wiedergegeben werden.

Einzelheiten zu Neuerungen und Verbesserungen liefern die Release-Notes der neuen Version des Browsers. Eine offizielle Ankündigung steht allerdings noch aus. Firefox 57 »Quantum« kann vom Server des Projektes für verschiedene Betriebssysteme heruntergeladen werden. Die Anwendung ist internationalisiert und liegt in einer Vielzahl an Sprachen vor.

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