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Mi, 15. November 2017, 10:33

Software::Distributionen::Fedora

Fedora 27 erschienen

Das Fedora-Projekt hat die Desktop-Variante von Fedora 27 sowie Fedora 27 Atomic Host freigegeben. Die neue Version kommt mit dem aktuellen Gnome 3.26, aktualisierten Anwendungen und weiteren Neuerungen.

fedoraproject.org

Seit Fedora 21 erscheint das System normalerweise in den drei Varianten Desktop/Workstation, Server und Atomic Host. Darüber hinaus gibt es Varianten, Spins genannt, die von der Gemeinschaft gepflegt werden. Sie alle haben jedoch dieselbe Basis und benutzen dasselbe Paketrepositorium. Dieses Mal ist jedoch die Server-Variante nicht rechtzeitig fertig geworden, sondern wird erst »in einigen Wochen« kommen. So wurde Fedora 27 jetzt nur in den Varianten »Fedora 27 Workstation« und »Fedora 27 Atomic Host« veröffentlicht.

Fedora 27 Workstation nutzt Gnome 3.26 als Standard-Desktopumgebung und kommt mit der Topicons-Erweiterung. Gnome 3.26 bietet keine großen Neuerungen, sondern kleinere Verbesserungen bei den Einstellungen, der Suche in der Gnome-Shell und eine Volltextsuche im Dateimanager Nautilus. Mit dabei sind auch LibreOffice 5.4 und eine verbesserte Version des Fedora Media Writer. Zusätzlich bietet Red Hat an, unter Fedora 27 Workstation kostenlose Abonnements von Red Hat Enterprise Linux zu nutzen, allerdings nur in virtuellen Maschinen. Die kostenlosen Abonnements erhält man über das Red Hat-Entwicklerprogramm.

Fedora Atomic 27 soll das Einrichten von Disk-Speicher für Container einfacher machen. Kubernetes, flannel und etcd können als Container installiert werden. Ferner werden System-Container als Teil des Fedora Layered Image Build Service (FLIBS) angeboten, in denen häufig genutzte Systemdienste laufen können. Atomic Host wird etwa alle zwei Wochen aktualisiert, um der schnellen Entwicklung in diesem Bereich zu folgen.

Spins von Fedora 27 gibt es für andere Desktopumgebungen (KDE Plasma, Xfce, LXDE, LXQT, Mate-Compiz, Sugar und Cinnamon). Für alle Varianten von Fedora gehören zu den Aktualisierungen Firefox 56, Java 9, Perl 5.26, GCC 7.1, Node.js 8, Ruby on Rails 5.1, Go 1.9, glibc 2.26 und vieles mehr. Einzelheiten enthalten die Anmerkungen zur Veröffentlichung. Fedora steht in nahezu allen Varianten für die x86-Architektur in 32 und 64 Bit zur Verfügung. Darüber hinaus existieren Portierungen auf ARM (32 und 64 Bit), Power und S390 für einige Varianten.

Der Grund für die Verzögerung der Server-Ausgabe ist die Modularisierung des Servers (Projekt Boltron). Dabei soll es möglich sein, wichtige Server-Anwendungen in verschiedenen Versionen parallel zu betreiben. Pakete mit häufig benötigten Kombinationen von Diensten werden als RPM-Paket, Flatpak oder Container angeboten. So soll eine bisher unerreichte Flexibilität geboten werden.

Wer Fedora als Server nutzen will, hat daher drei Optionen. Man kann zum einen mit einem Online-Update das System auf dem Stand von Fedora 27 aktualisieren, das dann allerdings nicht modular ist. Die modulare Version erhält man nur durch eine Neuinstallation, da kein Update-Pfad existiert. Wer dagegen bis zum Lebensende von Fedora 26 wartet, wird voraussichtlich auch die Option zu einem Online-Update haben.

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Kommentare (Insgesamt: 17 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re: fedora sicherheit (Verfluchtnochmal, Sa, 18. November 2017)
Re[3]: Fedora die Spielwiese (Verfluchtnochmal, Fr, 17. November 2017)
Re[2]: Fedora die Spielwiese (Anonymous, Do, 16. November 2017)
Re: Fedora die Spielwiese (Antiquities, Do, 16. November 2017)
Re[2]: Fedora die Spielwiese (Beirat, Mi, 15. November 2017)
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