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Fr, 17. November 2017, 14:58

Hardware::Platinencomputer

Raspberry-Pi-Klon Tritium sucht Unterstützer

Das Libre Computer Project hat eine Kickstarter-Kampagne gestartet, um mit Raspberry Pi 3 kompatible Kleinstrechner zu produzieren. Die Auslieferung soll im Januar 2018 beginnen.

Board-Entwurf des Libre Computer Tritium

Libre Computer Project

Board-Entwurf des Libre Computer Tritium

Tritium ist das zweite Board, das das Libre Computer Project entwickeln will. Die von der chinesischen Shenzhen Libre Technology finanzierte Organisation hat das Ziel, vielen Menschen durch preiswerte Computer zu ermöglichen, Wissen über Computer zu erwerben oder sinnvolle Projekte umzusetzen. Das erste Board war das »Le Potato«, das mit einem Allwinner S905X Quadcore-Prozessor mit 64 Bit ausgestattet ist, zum Raspberry Pi 3 Model B kompatibel ist und 25 bis 35 US-Dollar kostet. Auch dieses Board wurde über Kickstarter finanziert.

Ebenfalls zum Raspberry Pi 3 Model B kompatibel, aber mit etwas weniger Rechenleistung ausgestattet ist das kommende Board, das Tritium getauft wurde. Per Kickstarter-Kampagne will die Organisation 10.000 US-Dollar beschaffen, von denen bereits zwei Drittel zusammengekommen sind. Das Tritium ist zu Preisen ab 9 US-Dollar erhältlich, was mit Abstrichen bei der Leistung einher geht. So ist die Konfiguration für 9 US-Dollar mit einem 32 Bit Allwinner 1080P und 512 MB RAM ausgestattet. Für 19 US-Dollar erhält man den 32 Bit 4K30 mit 1 GB RAM, für 29 US-Dollar den 64 Bit 4K30 mit 2 GB RAM. Als Paket inklusive einem 8 GB eMMC 4.x-Modul, einem ansteckbaren passiven Kühlkörper, einer MicroUSB-Stromversorgung mit 2,5 A und einem Gehäuse mit Lüfter werden 30 US-Dollar mehr fällig. Ein umfangreicheres Kit mit 50 US-Dollar Aufpreis enthält gegenüber dem Basispaket ein größeres eMMC-Modul, ein HDMI-Kabel, eine MicroSD-Karte und eine GenBasic Omni Remote Tastatur und Touchpad.

Die Hardware des Tritium-Boards soll offen sein, die Spezifikationen sollen unter freien Lizenzen stehen. Alle Systeme können Android oder diverse Linux-Distributionen ausführen. Die enthaltene ARM Mali-GPU, nahezu die letzte GPU-Architektur im eingebetteten Bereich, für die es noch keine voll funktionsfähigen freien Treiber gibt, muss vorerst noch mit proprietären Treibern betrieben werden. Allerdings scheint Bewegung in die Sache zu kommen, da selbst innerhalb von ARM angeblich eine breite Unterstützung für die Öffnung der Treiber vorhanden ist und nur noch von einer Stelle Widerstand kommt. Das Libre Computer Project will die Treiber ebenfalls als freie Software sehen, denn dies würde zahlreiche neue Möglichkeiten eröffnen. Die Organisation hat nach eigenen Angaben Ressourcen bereitgestellt, um dies voranzubringen, und will dies fortsetzen, wenn sich die Möglichkeit zu bedeutenden Fortschritten ergibt.

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Kommentare (Insgesamt: 10 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: Rotes Tuch (Atalanttore, Sa, 9. Dezember 2017)
Re[4]: Rotes Tuch (sputnik1969, Mi, 22. November 2017)
Re: Warten auf rpi4 (sputnik1969, Mi, 22. November 2017)
Warten auf rpi4 (Lars Otte, Mo, 20. November 2017)
9 $? Der Preis ist heiß (sputnik1969, So, 19. November 2017)
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