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Fr, 8. Dezember 2017, 11:44

Gesellschaft::Politik/Recht

FSFE legt Jahresbericht 2017 vor

Die Free Software Foundation Europe hat ihren Jahresbericht 2017 publiziert. Die Hauptaufgabe der Organisation ist es, sich sowohl an die Politik als auch an die Öffentlichkeit zu wenden, um freie Software zu fördern und Unfreiheit zu beseitigen.

FSFE

Die Free Software Foundation Europe (FSFE) war auch 2017 stark damit beschäftigt, freie Software zu stärken. Eine der wichtigsten Initiativen im Jahr 2017 war PublicCode, das seit September unter dem Motto »Public Money? Public Code!« die Politiker dazu auffordert, dafür zu sorgen, dass öffentlich finanzierte Software grundsätzlich unter freie Lizenzen gestellt wird. Diese Kampagne ist laut FSFE erst in den Anfängen und soll mindestens noch bis 2019 fortgeführt werden, wenn wieder Wahlen zum Europäischen Parlament anstehen. Eine weitere wichtige Initiative richtet sich gegen Verschlechterungen des Copyright-Rechts in Europa.

Die REUSE-Initiative stellte 2017 Empfehlungen für die Lizenzierung freier Software vor und aktualisierte diese im November. Das Fiduciary Licensing Agreement 2.0 hingegen ist ein Vorschlag für eine Vereinbarung, mit der freie Projekte ihr Urheberrecht ganz oder teilweise abtreten können, um sich in rechtlichen Auseinandersetzungen vertreten zu lassen.

Der Digital-O-Mat wurde unter Mitwirkung der FSFE durch die »Koalition Freies Wissen« entwickelt und will die jeweiligen Parteipositionen zu netzpolitisch relevanten Themen sichtbar machen. Die FSFE setzte ferner ihren eigenen Git-Hosting-Dienst auf git.fsfe.org auf mit Gitea als Weboberfläche. Diese Plattform respektiert, insbesondere im Gegensatz zu Github, die Freiheit der Benutzer, und kann eigene Projekte hosten, aber auch solche auf anderen Plattformen spiegeln.

Auf zahlreichen Veranstaltungen versuchte die FSFE auch 2017, die Menschen auf freie Software aufmerksam zu machen und neue Unterstützer zu gewinnen. Dabei war sie in der Regel mit einem Stand vertreten. Zwei eigene Veranstaltungen waren der mittlerweile zehnte Workshop zu Rechtsfragen und Lizenzen und das European Free Software Policy Meeting im Vorfeld der FOSDEM.

Die finanzielle Situation der FSFE gestaltete sich erfreulich. Statt der üblichen ca. 400.000 Euro kamen 2016 rund 650.000 Euro an Spenden zusammen. Die Ausgaben wurden trotzdem in Grenzen gehalten und stiegen 2016 nur um neun Prozent gegenüber 2015. Die FSFE beschäftigt fünf Vollzeit- und einen Teilzeit-Mitarbeiter. Damit die Aktivitäten auch 2018 fortgesetzt werden können, bittet die FSFE wie immer um Spenden.

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