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Thema: Patentrecht braucht Ausnahmen für freie Software

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Anonymous am Sa, 30. Dezember 2000 um 15:13 #
Also ich sehe das Hauptproblem in der ewigen Laufzeit konventioneller Patente und in ihrem Sperrencharakter. Ich würde fordern, daß

1. Nur Verfahren Patentschutz genießen, für deren Entwicklung auch tatsächlich ein gewisser eigener Aufwand betrieben werden mußte

2. Wenn schon Software patentiert werden kann, dieser Schutz maximal 2-3 Jahre laufen darf und sich grundsätzlich nur auf eine konkrete Implementierung bezieht, nicht auf ein grundsätzliches Verfahren.

3. eine Patentierung von Speicherformaten und Schnittstellen zur Datenübergabe grundsätzlich nicht in Betracht kommt.

4. Jeder Softwarehersteller verpflichtet werden muß, Schnittstellen und Speicherformate dem Kunden vollständig zur Verfügung zu stellen, d.H. die Dateiformats-Abhängigkeit muß weg.

Als ersten Schritt könnte man ja z.B. verordnen, daß öffentliche Datenverarbeitung nur noch mit Hard- und Software betrieben werden darf, deren Datenablage offen und incl. Referenzimplementation dokumentiert ist. Dies könnte man dann nach und nach z.B. auf kritische Bereiche (Banken, Versicherungen, Großanwender, Militär usw.) ausdehnen.

Hersteller, die dem nicht nachkommen, werden dann halt nix mehr verkaufen. Dafür werden andere auf der Bildfläche erscheinen, die bereit sind diese Bedingungen zu erfüllen.

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    Von Anonymous am Sa, 1. Januar 2000 um 04:36 #
    Das sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber leider ist das derzeit so nicht durchführbar. In vielen Bereichen ist man einfach von proprietärer Software abhängig, deren Hersteller diese Bedingungen nicht erfüllen werden. Damit ist dieses (gute!) Konzept nicht umsetzbar.

    Dennoch sollte das ein Ziel sein, dass man verfolgen sollte, auch jetzt schon. "Wer nur das Mögliche fordert, erreicht gar nichts; wer aber das Unmögliche fordert, erreicht wenigstens das Mögliche."

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    Von Lars am Di, 2. Januar 2001 um 13:55 #
    Ein zu ueberlegender Vorschlag waere, dass genau solange ein Patentschutz gilt, wie
    die Entwicklung desselben gedauert hat.

    Das geht in die Richtung, dass je nach Entwicklungsaufwand der Patentschutz bemessen
    wird. Einzelne Faktoren wie Arbeitsjahre,Zahl der Projektmitarbeiter etc. lassen sich sicherlich festlegen.

    cu
    Lars

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