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Mo, 8. Januar 2018, 08:11

Software::Distributionen::Debian

Siduction 2018.1.0 veröffentlicht

Wenige Stunden vor Jahresende hat das Siduction-Team einen neuen Snapshot der Distribution veröffentlicht, der auf dem Repositorium von Debian Unstable vom 29.12.2017 beruht und als Live-CD mit Installer ausgelegt ist.

siduction.org

Siduction ist eine Rolling-Release-Distribution, die Debian Unstable als Unterbau nutzt. Dabei kommt ein eigener, stets aktueller Kernel zum Einsatz. Das Debian-Derivat wird mit den Desktop-Umgebungen KDE, GNOME, LXQt, Cinnamon, MATE, Xfce und LXDE veröffentlicht. Hinzu kommen noch zwei sparsame Varianten. Das mit »Xorg« bezeichnete Image verfügt über einen X-Server und Fluxbox als Window-Manager während »noX« ganz ohne X auskommt und dem Anwender völlig freie Hand bei der Ausgestaltung des Systems lässt.

Siduction 2018.1.0 ist ein Snapshot aus Debian Unstable vom 29.12.2017. Als Kernel wird ein distributions-eigener Kernel 4.14.10 installiert, Systemd kommt in Version 236-1 und der X-Server als 1.19.5 auf die Festplatte. KDE wird in Version 5.10.5 ausgeliefert, GNOME steht bei v3.26. LXQt ist mit v0.12.0 dabei, während Xfce bei 4.12.4, Cinnamon bei 3.4.6 und MATE bei 1.18.3 stehen.

Als Installer kommt eine angepasste Version des Calamares Installer Frameworks zum Einsatz. Er unterstützt Installationen mit UEFI, LVM und Verschlüsselung per LUKS werden derzeit nur vom ebenfalls mit ausgelieferten CLI-Installer auf Textbasis unterstützt. An der Umsetzung mit Calamares wird gearbeitet.

Im Gegensatz zu Debian selbst liefert Siduction WLAN- und Grafiktreiber sowie AMD- und Intel-Microcode aus dem Non-Free /Contrib-Repositorium mit aus, um dem Anwender Umstände während der Installation zu ersparen. Der Anwender kann sich dazu entscheiden, diese Pakete, die mittels des Pakets vrms (Virtual Richard M. Stallman) ermittelt werden können, von der Installation auszuschließen oder hinterher zu entfernen und damit ein System zu erhalten das Debians DFSG entspricht.

In den Release-Notes zu Siduction 2018.1.0 sind alle ausgelieferten Pakete gelistet, die aus den Contrib-/Non-Free-Repositories ausgeliefert werden und wie sie gegebenenfalls mit einem Befehl zu entfernen sind. Im zu Ende gehenden alten Jahr hatte Debian zum wiederholen Mal über dieses Thema diskutiert, ohne dass es zu einem umsetzbaren Beschluss gekommen wäre.

Angesichts der Nachrichten zu Meltdown und Spectre aus der vergangenen Woche ist es nach der Installation von Siduction ratsam, das System zeitnah zu aktualisieren und damit Kernel 4.14.12 zu installieren, der den aktuellen »Page-Table-Isolation-Code« zur Verhinderung von Meltdown-Attacken enthält. Zudem hat Intel zur Abschwächung der Spectre-Lücke einen aktualisierten Microcode mit der Versionnummer 3.20171215 veröffentlicht, der in Debian Unstable aber nur installierbar ist, wenn das Non-Free-Repository in der Quellenliste freigeschaltet ist.

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