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Di, 9. Januar 2018, 07:53

Software::Entwicklung

Bazaar wird als Breezy weiterentwickelt

Vor einigen Monaten kündigten zwei Entwickler einen freundlichen Fork der 2005 erstmals veröffentlichten Versionsverwaltung Bazaar an. Jetzt startet das Projekt offiziell unter dem Namen »Breezy«.

Mirko Lindner

Um 2005 herum entstanden gleich mehrere neue Versionsverwaltungssysteme (VCS) gleichzeitig. Linus Torvalds sah sich durch den Wegfall der freien Version von BitKeeper gezwungen, einen Ersatz zu schaffen, der heute als Git bekannt, das dominante VCS ist. Matt Mackall begann Mercurial zu entwickeln und Martin Pool trat Canonical bei und entwickelte Canonicals Baz zu Bazaar weiter.

Vor fünf Jahren zog sich einer der jetzigen Breezy-Entwickler aus Bazaar zurück und hinterließ einen Statusbericht des Projekts. Sein Fazit damals war, dass Bazaar überentwickelt sei und keine Richtung mehr habe. In den Jahren seitdem gab es so gut wie keine Weiterentwicklung mehr bei Bazaar.

Jetzt will er zusammen mit Martin Packman Bazaar unter neuem Namen eine Zukunft geben. Große Ambitionen für Breezy haben die Entwickler nicht, es geht darum, Bazaar benutzbar zu erhalten. Zudem soll es als Plattform für Experimente im Bereich Versionsverwaltung dienen.

Der Fork sei aus mehreren Gründen sinnvoll. Entwickler können frei zu Breezy beitragen, ohne Canonicals CLA unterzeichnen zu müssen. Zudem sollen einige einschneidende Veränderungen vorgenommen werden, die in einem etablierten Projekt schwer umzusetzen sind, so Vernooij. So sollen die Plugins gebündelt werden und in der Folge eine große Anzahl überflüssiger APIs entfernt werden. Breezy soll auf der Kommandozeile kompatibel zu Bazaar bleiben.

Die größte Aufgabe sieht Vernooij aber in der Umstellung auf Python 3, sodass Breezy auch nach dem Wegfall der Unterstützung für Python 2 im Jahr 2020 eine Basis hat. Breezy hat bereits eine Präsenz auf Launchpad. Martin Packman hat den Fork in einem Vortrag auf der PYCON UK 2017 vorgestellt.

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