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Mo, 15. Januar 2018, 15:29

Software::Distributionen::BSD::FreeBSD

FreeBSD: Statusbericht von Juli bis September 2017

Das FreeBSD-Projekt hat den Statusbericht für das dritte Quartal 2017 vorgelegt. Der Bericht gibt einen guten Überblick über die vielfältigen Aktivitäten im Projekt und die geplanten kommenden Versionen.

Anton K. Gural/freebsd.org

Im Quartal Juli bis September 2017 wurden zwei FreeBSD-Aktualisierungen veröffentlicht. FreeBSD 11.1 erschien im Juli und brachte den Anwendern einige Aktualisierungen, Erweiterungen und Korrekturen, alle unter der Maßgabe, die Stabilität des Betriebssystems weiter zu verbessern. Zu den Aktualisierungen gehörten Clang, LLVM, LLD, LLDB und libc++ in Version 4.0. sowie ELF-Tools, ACPICA, libarchive, ntpd, unbound und einige mehr. OpenSSH wurde um die Unterstützung für blacklistd erweitert. Neu hinzu kamen zfsbootcfg, mit dem man einmalig zu verwendende Optionen für zfsboot definiert, und efivar zur Verwaltung von UEFI-Variablen. Die Aktualisierung von FreeBSD 10 auf 10.4 geschah Anfang Oktober und damit bereits außerhalb des Berichtszeitraums.

Die Ports-Sammlung wuchs weiter auf über 31.600 Programmpakete. Die Zahl der gemeldeten und noch nicht behobenen Fehler stieg aber auch leicht an, was in Zukunft wieder verbessert werden soll. Die 175 mehr oder weniger aktiven Mitarbeiter an den Ports stellten die Standard-GCC-Version von 5 auf 6 um und nahmen auch zahlreiche Aktualisierungen vor.

Das Kern-Team definierte einen »FreeBSD Community Process«, der akzeptiert, aber noch nicht verbindlich ist. An einem Verhaltenskodex wird gearbeitet. Mehrere neue Entwickler erhielten Änderungsrechte für den Quellcode. Darüber hinaus wurde mit John Hixson von iXsystems zum ersten Mal eine Person zum Projektmitglied gewählt, die nicht Entwickler ist. Hixson ist häufig als Referent auf Konferenzen aktiv. Der Tod eines Entwicklers machte dem Kern-Team bewusst, dass das Copyright an dessen beigetragenen Code nun auf seine Erben übergeht und dies auch entsprechend vermerkt werden muss. Zudem klärte das Kern-Team auch eine Reihe von Lizenzfragen.

Die FreeBSD Foundation befand sich Ende September auf einem guten Weg, das Spendenziel von 1,25 Mio. US-Dollar für 2017 zu erreichen. Ein neues Partnerprogramm, das sich an große Unternehmen richtet, soll beim Erreichen des Ziels helfen. Mit dem Geld fördert die Foundation alle Aktivitäten von FreeBSD, von Konferenzen über die kleine Gruppe von Administratoren bis zu Entwicklern, die bestimmte Funktionalität oder Portierungen implementieren.

Die Arbeit an verschiedenen Projekten innerhalb von FreeBSD wurde fortgesetzt. So wurde beispielsweise die Unterstützung der AMD-Prozessoren der Zen-Familie weitgehend komplettiert. Das Desktop-Projekt aktualisierte die DRM-Treiber auf den Stand von Linux 4.9, was Unterstützung von amdgpu, i915 und radeon umfasst.

Das Buch »Absolute FreeBSD« wurde in der dritten Auflage angekündigt. Dabei handelt es sich noch um einen Entwurf. Ein neues Kapitel im FreeBSD Documentation Project Primer beschreibt die Erstellung von Man-Pages.

Einen gesonderten Eintrag erhielt das von FreeBSD unabhängige Projekt nosh. Von nosh, einer plattformunabhängigen Systemd-Alternative, war längere Zeit nichts mehr zu hören. In dieser Zeit wurden zahlreiche Erweiterungen vorgenommen. Nosh scheint noch ambitionierter zu sein als Systemd und stellt dementsprechend viele Ziele für die nächste Zeit vor. Über die aktuelle Benutzung oder Benutzbarkeit gibt es hingegen keine Angaben.

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