Login
Newsletter
Werbung

Di, 16. Januar 2018, 13:35

Software::Entwicklung

Erster Code für EE4J

EE4J, der Nachfolger von Java EE 8, hat einen ersten Meilenstein erreicht. Das erste Modul ist jetzt als Quellcode verfügbar und zeigt, dass die Projekt-Infrastruktur steht. Das genaue Aussehen der ersten Ausgabe von EE4J steht allerdings noch nicht fest.

eclipse.org

Als nach langer Verzögerung im September 2017 Java SE 9 und Java EE 8 endlich offiziell freigegeben wurden, war bereits klar, dass Oracle die Java Enterprise Edition (Java EE) künftig nicht mehr alleine entwickeln will. Nach einiger Suche übergab Oracle Java EE an die Eclipse Foundation. Die künftige Entwicklung bei Eclipse, an der sich Oracle neben IBM, Red Hat und anderen weiter beteiligen will, begann mit einem neuen Namen, EE4J (Eclipse Enterprise for Java).

Jetzt hat das EE4J-Projekt einen wichtigen ersten Meilenstein erreicht, wie Mike Milinkovich, Präsident der Eclipse Foundation, schreibt. Der erste Code für die kommende Version ist jetzt im Repositorium von EE4J verfügbar. Es handelt sich dabei um eine Implementation von JSON-P, die wie alle kommenden Änderungen über einen Änderungsvorschlag, JSR-374, eingebracht wurde. Dieses Vorgehen entspricht dem »Java Community Process« und wurde von OpenJDK definiert und auch angewandt.

JSON-P (JSON Processing) ist nichts anderes als eine Java-Schnittstelle, um JSON-Dokumente zu verarbeiten. Das umfasst das Parsen, Erzeugen, Modifizieren und Abfragen. Die JSON-formatierte Ein- und Ausgabe folgt dem Stream-Muster. Intern kann ein Java-Objektmodell für JSON erzeugt werden, ähnlich der DOM-Schnittstelle für XML.

Mit JSON-P ist die erste von bisher neun vorgeschlagenen Neuerungen implementiert. Milinkovich erklärt, dass dies zwar nach einem kleinen Schritt innerhalb eines sehr großen Prozesses aussehe, aber konkret darauf hinweise, dass die Migration von Java EE zur Eclipse Foundation mit Entschlossenheit angegangen wird. Die Teams von Oracle und Eclipse hatten durchaus eine Menge zu tun, um das zu ermöglichen. Es geschah also viel mehr, als nur den Code für das neue Modul beizusteuern. So wurden Markennamen wie Glassfish von Oracle an Eclipse übergeben. Die Projektvorschläge wurden begutachtet und die nötige Projektinfrastruktur geschaffen. Das Oracle-Team baute den Quellcode von Java EE 8 um und änderte die Lizenz zur Eclipse Public License 2.0, woraufhin die Mitarbeiter von Eclipse den Code kontrollierten und schließlich ins Repositorium eincheckten.

Die anderen acht Neuerungen, die für die erste Ausgabe von EE4J vorgeschlagen wurden, sollen jetzt so schnell wie möglich aufgenommen werden, möglichst bis Ende Januar. Das Projekt ist offen für weitere Vorschläge, die vermutlich auch noch kommen werden. So kann derzeit noch nicht gesagt werden, wie die erste Version von EE4J aussehen wird und wann sie erscheinen kann.

Werbung
Kommentare (Insgesamt: 8 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[3]: Oracle und Eclipse (blablabla233, Mi, 17. Januar 2018)
Re[3]: Oracle und Eclipse (blablabla233, Mi, 17. Januar 2018)
Re[2]: Oracle und Eclipse (Donald_Luck, Mi, 17. Januar 2018)
Re: Oracle und Eclipse (unreal, Mi, 17. Januar 2018)
Re[2]: Oracle und Eclipse (Unerkannt, Mi, 17. Januar 2018)
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung