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Do, 25. Januar 2018, 11:55

Software::Datenbanken

SQLite 3.22 erschienen

Die Entwickler der schlanken, einbettbaren relationalen Datenbank SQLite haben Version 3.22.0 freigegeben. Diese Version enthält neue Funktionen und andere Erweiterungen. Eine davon ermöglicht es, Tabellen in einem ZIP-Archiv zu halten.

sqlite.org

SQLite ist eine kleine, schnelle, einbettbare relationale Datenbank. Sie unterstützt einen Großteil von SQL92, einschließlich Transaktionen mit atomarem Commit und Rollback, Unterabfragen, Verbundabfragen, Triggern und Views. Jede Datenbank wird vollständig in einer plattformunabhängigen Datei gespeichert. Das eingebaute C/C++-API ist einfach gehalten und leicht zu benutzen. Bindungen für andere Programmiersprachen sind ebenfalls verfügbar.

Bei nicht allzu hohen Anforderungen und Tabellengrößen kann SQLite schneller sein als andere Datenbanken. Daher wird die als Bibliothek nur 500 KB große Datenbank gerne in Anwendungen eingebaut, die mehr als eine Handvoll Daten verwalten. Das SQLite Consortium, eine Vereinigung von Unternehmen, die SQLite unterstützen, soll sicherstellen, dass die freie Public-Domain-Datenbank auf viele Jahre hinaus verfügbar und nutzbar bleibt.

Die neue Version 3.22.0 von SQLite erweitert zum einen die Ausgabe der Trace-Funktion sqlite3_trace_v2. Applikationen, die aus Datenbanken im WAL-Modus lesen wollen, benötigen nun keine Schreibrechte mehr. Neu sind die Funktionen rtreecheck in der R-Tree-Erweiterung, sqlite3_vtab_nochange, sqlite3_value_nochange und sqlite3_vtab_collation(). Zudem wurde die FTS5 (Volltextsuche)-Erweiterung um die Möglichkeit erweitert, mit einem vorangestellten ^ Treffer auf den Beginn einer Spalte zu beschränken.

Die Erweiterung fileio.c erhielt die Möglichkeit, Verzeichnis-Listings als virtuelle Tabelle zu behandeln. Drei Erweiterungen kamen neu hinzu: »Zipfile virtual table« ermöglicht es, Tabellen in einem ZIP-Archiv zu halten. Die meisten SQL-Operationen inlusive Änderungen lassen sich auf diese Tabellen anwenden. »sqlite_btreeinfo« ermöglicht es, Informationen über B-Bäume in der Datenbank zu erhalten. »Append VFS« schließlich macht es möglich, eine SQLite-Datenbank an eine andere Datei anzuhängen, beispielsweise an das ausführbare Programm, das die Datenbank verwaltet.

Zu den weiteren Änderungen gehören auch Optimierungen der Abfragegeschwindigkeit, Erweiterungen der Kommandos im mitgelieferten Kommandozeilenprogramm und weitere kleinere Verbesserungen sowie Korrekturen. Die neue Version steht im Quellcode und als Binärpaket auf der Download-Seite bereit.

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