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Di, 30. Januar 2018, 09:44

Software::Spiele

Godot 3.0 mit neuem Renderer

Die quelloffene Spiele-Engine Godot wurde in der Version 3.0 veröffentlicht. Die Neuerungen der aktuellen Version umfassen neben einem komplett neuen Renderer unter anderem auch Verbesserungen bei der Handhabung von Spieledateien und von Virtual Reality.

Godot 3.0

godotengine.org

Godot 3.0

Knapp zwei Jahre nach der letzten Hauptversion steht eine neue Version der Godot-Spiele-Engine bereit, die entgegen der initialen Planung nicht die Versionsnummer 2.2 trägt, sondern gleich auf die Version 3.0 angehoben wurde. Grund für den Sprung sind massive Änderungen innerhalb der Software, die sich über alle Bereiche erstrecken. So wurde laut Aussage der Entwickler kaum eine Komponente nicht angepasst. Das führt allerdings auch zu diversen Inkompatibilitäten, auf die Nutzer achten sollten.

Die wohl wichtigste Neuerung von Godot 3.0 stellt die Integration eines neuen Renderers dar, der unter anderem über BSDF (Bidirectional Scattering Distribution Function) verfügt und eine bessere Darstellung von Materialien, Licht und Schatten erlaubt. Ferner unterstützt die Neuentwicklung globale Beleuchtung (Global Illumination) und verfügt über einen neuen Tonemapper mit HDR-Unterstützung. Das Partikelsystem von Godot 3.0 kann sowohl bei der 2D- als auch bei 3D-Ausgabe auf die GPU zurückgreifen.

Wie die Entwickler schreiben, wurden auch die Handhabung und der Export von Spieledateien innerhalb von Godot vereinfacht. Mit glTF 2.0 unterstützt die Engine zudem den neuen Standard der Khronos Group. Ferner wurde die Unterstützung von OBJ-Dateien verbessert und mit SVG ein weiteres Format eingeführt, das künftig eine noch größere Rolle innerhalb von Godot spielen soll. Unter anderem sollen sich in einer der kommenden Versionen SVG-Zeichnungen als Meshes nutzen lassen. Der HTML5-Exporter unterstützt WebAssembly und WebGL 2.0.

Mit GDNative führt Godot 3.0 eine neue Möglichkeit ein, externe Bibliotheken einzubinden. Zudem können Projekte auch in C#/Mono realisiert werden. Neu ist ebenfalls die Möglichkeit, mittels »Visual scripting« einfachere Arbeiten ohne Programmierkenntnisse visuell zu erstellen. GDScript wurde zudem weiter ausgebaut und nicht nur funktional aufgewertet, sondern auch beschleunigt. Die Audio Engine von Godot 3.0 wurde durch eine Neuentwicklung ersetzt. Unter anderem erlaubt die neue Version Streams in Echtzeit wiederzugeben und bietet diverse Effekte zur Wahl an.

Fotostrecke: 11 Bilder

Godot 3.0 - Neuer Renderer mit besseren visuellen Effekten
Godot 3.0 - Neuer Renderer mit besseren visuellen Effekten
Godot 3.0 - Neuer Renderer mit besseren visuellen Effekten
Godot 3.0 - Partikelunterstützung
Godot 3.0 - Unterstützung von glTF 2.0
Mit der initialen Implementation des ARVRServers steht in Godot 3.0 eine initiale VR-Implemtation bereit. Wie die Entwickler allerdings schreiben, ist sie noch nicht ganz fertig und soll erst in einer der kommenden Versionen finalisiert werden. Die Physikengine wurde standardmäßig eingeschaltet und bietet neben Geschwindigkeitsverbesserungen auch eine bereitere Unterstützung von Objekten. Zudem wurde das API für Multiplayer-Handhabung finalisiert und mit IPv6 die Protokollunterstützung erweitert.

Weitere Neuerungen von Godot 3.0 sind eine neue Themen-Funktionalität innerhalb des Editors, Auto-Tiling in TileMap und eine bessere Darstellung von Fonts. Zudem erlaubt der Editor eine bessere Darstellung des Viewports. Eine Liste aller Neuerungen und Verbesserungen bietet die Ankündigung der neuen Version.

Godot 3.0 steht im Quellcode oder als Binärpaket zum Download bereit. Der Schwerpunkt der Engine liegt darauf, Werkzeuge mit einem am Visuellen orientierten Arbeitsablauf zu bieten. Die Software ist für PC, Mobilplattformen und Web gleichermaßen geeignet. Zum Funktionsumfang der Engine gehören unter anderem ein Editor, Engines für zwei- und dreidimensionale Darstellung, Skripte, Entwurf der Bedienelemente, Animationen, Physik-Simulation, Debug-Optionen, Code-Erzeugung für verschiedene Plattformen, darunter auch Linux, Plugins und Integration von Versionsverwaltungssystemen.

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