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Thema: Erstes Linux-fähiges RISC-V-Board von SiFive

22 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Janka am Di, 6. Februar 2018 um 10:22 #

Das SoC muss in der Liga der ARM A53 basierten SoCs mitspielen, sonst gibt es keine Anwendung.

Für Mobilgeräte braucht man auch noch einen Grafikkern im SoC – was ist da geplant? Wird es vielleicht in absehbarer Zeit einen freien Kern geben?

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Von kraileth am Di, 6. Februar 2018 um 10:47 #

Es ist zwar gut, daß die RISC-V-Unterstützung inzwischen auch im Linux-Kernel angekommen ist und daß die offiziellen Veröffentlichungen von GCC und den Binutils ebenfalls die Architektur unterstützen. Aber bitte die Unterstützung für RISC-V durch FreeBSD vergessen! Schon seit 2 Jahren wird die Architektur offiziell (wenn auch als „Tier 3“ also „experimentell“) unterstützt. Ab FreeBSD 11.0 ist also theoretisch RISC-V eine Option. Aber wer zum jetzigen Zeitpunkt schon mit dieser relativ neuen Architektur spielen möchte, der ist sicher mit der Entwicklungsversion, also -CURRENT, besser bedient.

Mangels Hardware habe ich mich bei meinen Tests bisher immer auf virtualisierte Systeme stützen müssen. Der erste erfolgreiche Boot 2015 war schon ein Erlebnis - ja, nur single-user mode, nein, kein Netzwerk, aber immerhin!

Das hier vorgestellte Board ist primär aufgrund seines Preises noch keine wirkliche Option für weniger gut betuchte Bastler und die fehlenden USB- und PCIe-Anschlüsse werden auch überall bemängelt. Aber es ist ein weiterer schöner Schritt voran.

Softwareseitig wäre es großartig, wenn der qemu-Port auf die neuste Architektur-Spezifikation aktualisiert werden und sich an neuere qemu-Versionen herantasten würde, damit er irgendwann seine Heimat direkt beim qemu-Projekt findet. Aber vermutlich gibt es fähige Leute, die in solchen Themengebieten unterwegs sind, einfach nicht wie Sand am Meer...

Hardwaremäßig hoffe ich, daß in absehbarer Zeit preiswertere Boards kommen, die auch für unsereins erschwinglich werden. Freunde offener Hardware gibt es auf jeden Fall.

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    Von kamome umidori am Do, 8. Februar 2018 um 10:48 #

    > Aber bitte die Unterstützung für RISC-V durch FreeBSD vergessen!

    Ein Linux-Leben ohne Pro-Linux mag ich mir gar vorstellen! ;)
    (Und recht hast Du.)

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Von ArchLinuxUser am Di, 6. Februar 2018 um 11:02 #

aber nicht zu dem Preis. Hoffentlich kommen da auch welche die man sich als Privatperson leisten kann.

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Von Trux am Di, 6. Februar 2018 um 11:09 #

Intel & Co zieht euch warm an. Die Ablösung kommt.
Das hier ist schon sehr weit gediehen, der Preis dürfte noch ein wenig fallen und klar schneller darf es immer sein. Aber hey, das hier ist ein freier Chip. der ist Lizenzfrei. Den kann man in jeden Traktor in jede Kaffeemaschine und jedes Rechenzentrum stecken und das schöne daran ist: Es läuft ohne die Minix überwachungsmaschiene und anderer Blobs. No Risk inside.

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    Von Anonymous am Di, 6. Februar 2018 um 13:50 #

    Gratulation zu Deinem tiefen Verständnis, wie "Märkte" bzw. der Kapitalismus funktionieren.

    Da setzt sich nie das beste durch, sondern stets das billigste, und da müsste die CPu bzw. der Chipsatz erst mal hinkommen.

    Zumal es vielen Akteuren mit Marktmacht gar nicht recht sein dürfte, wenn der Endkunde (z.B. der Smartphone-Käufer) zu viele Freiheiten erhält; das stört nur das (Anschluß-)Geschäft, z.B. mit irgendwelchen überteuerten Äpps oder dem Verkauf von Nutzerdaten.

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      Von blablabla233 am Di, 6. Februar 2018 um 15:19 #

      Echt? Hat sich deshalb Windows durch-gesetzt? Weil es das billigste ist? Intel billig? ARM billig?
      In diesem Sinne....Gratulation zu Deinem tiefen Verständnis

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        Von skinnie am Di, 6. Februar 2018 um 15:51 #

        Willst du etwa behaupten, Windows hätte sich durchgesetzt, weil es das beste Betriebssystem wäre? Oder VHS gegenüber Betamax? Und ob sich mit der Bluray gegenüber der HD-DVD wirklich das bessere System durchgesetzt hat, weiß ich nicht.

        • 0
          Von blablabla233 am Mi, 7. Februar 2018 um 18:40 #

          Ich hab dem Vorredner wiedersprochen dass immer das billigste gewinnt.....Nicht das die schlechtere Alternative gewinnt.

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            Von Anonymous am Mi, 7. Februar 2018 um 23:21 #

            Damals (tm) war DOS/Windows das billigste. Im Gespann mit der IBM-8088-PC-Hardware.

            Jedenfalls für die Business-Kasper, die IBM-Mainframe-Preise gewohnt waren.

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    Von Ede am Di, 6. Februar 2018 um 15:45 #

    "Minix überwachungsmaschiene": kannst du da mehr drüber sagen? Bis jetzt dachte ich Minix ist gut ...

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      Von kraileth am Di, 6. Februar 2018 um 15:56 #

      Dürfte sich auf die Intel Management Engine beziehen - die setzt inzwischen auf Minix. Dank der Intel-Prozessoren dürfte somit Minix auf mittlere Sicht das verbreitetste Betriebssystem auf dem PC werden. ;)

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      Von Nur ein Leser am Di, 6. Februar 2018 um 15:56 #

      Irgendwann letztes Jahr gab es eine großangelegte Warnung, das die Intel Management Engine (ein kleines Betriebssystem, das auf allen modernen Prozessoren seit vielen Jahren schon vor dem eigentlichen Systemstart startet und danach im Hintergrund läuft), verwundbar ist. Es wurden BIOS-Updates im großen Stil verteilt, um das zu fixen.
      Es wurde aufgrund dieser Exploits an ungepatchten Systemen von Experten festgestellt, das die neueren Varianten der Intel Management Engine quasi vollständige, modifizierte Minixe sind.

      Bis jetzt dachte ich Minix ist gut ...
      Nichts ist per se gut oder schlecht.
      Ich kann mit dem GPL-freien Linux hingehen und eine Steuerungssoftware für Atomraketen schreiben (ok, ich persönlich nicht, aber jemand mit Know How).
      Ist darum Linux schlecht?

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        Von Ede am Di, 6. Februar 2018 um 16:01 #

        "Nichts ist per se gut oder schlecht.": ja, das ist uns allen klar. Ich habe es so plakativ-platt geschrieben, weil ich keinen längeren Text verfassen wollte und gedacht habe, es versteht schon jeder ...

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          Von Nur ein Leser am Di, 6. Februar 2018 um 16:09 #

          und gedacht habe, es versteht schon jeder ...
          ... etwas anderes darunter.
          Und genau das ist ja auch passiert.

          Also, willst Du mich vielleicht erleuchten? Was bedeutet in Deiner Lesart, das Minix "gut" ist?

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            Von Ede am Di, 6. Februar 2018 um 16:40 #

            oh je ... du schreibst exakt: "die Minix überwachungsmaschiene". Da dachte ich mir, du meinst, dass Minix eine Überwachungsmaschinerie ist. Das hat mich interessiert. Überwachungsmaschinerien sind für mich zuerst einmal "böse". Aber du meinst gar nicht, dass Minix eine böse Überwachungsmaschinerie ist ;-)

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              Von Nur ein Leser am Di, 6. Februar 2018 um 16:47 #

              du schreibst exakt: "die Minix überwachungsmaschiene".
              Da liegt wohl eine Verwechslung vor, ich bin nicht der Threadstarter.

              Aber ansonsten: OK, Du meinst "die böse Überwachungsmaschine Minix" und dachtest bisher, Minix ist gut, weil unixoid und unter einer freien Lizenz.

              Kann man so sehen, aber da greift dann trotzdem mein Beispiel: Man kann mit dem (guten) freien Linux eine Atomrakete steuern. Oder halt mit dem (guten) freien Minix ein "verstecktes" Betriebssystem in alle Prozessoren einbauen, das irgendwas "geheimes" macht. Vielleicht auch was für die Geheimdienste, wer weiß.

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                Von Ede am Di, 6. Februar 2018 um 20:11 #

                Sorry ... ja das war Trux!
                Ja, alles kann missbraucht werden. Aber Atombomben sind z. B. für mich zuerst einmal schlecht. Da kann ich mir keinen guten Zweck vorstellen.
                Minix ist ein interessantes System mit Dingen, die ich vielleicht auch bei Linux gut finden würde. Es kann sicher sinnvoll eingesetzt werden. Das ist bei Atombomben nicht so.

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    Von Flux W. Wild am Di, 6. Februar 2018 um 17:51 #

    Das ist doch Satire oder? Das Board ist etwa um den Faktor 30 teurer wie einRaspberry-pi. Da wird selbst JURA und WMF sagen, dass das doch etwas teuer für ihre Kaffemaschinen ist. Und selbst der Traktorhersteller wird sich fragen, ob er die rund tausend Euro Aufpreis je Fahrzeug nicht lieber in die eigene Tasche steckt.

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      Von gustl am Do, 8. Februar 2018 um 08:58 #

      Das Ding kauft sich kein Bastler der damit etwas anderes als Entwicklung für RISC-V machen möchte. Und für ein Entwicklerboard ist das doch ein recht vernünftiger Preis. Die Entwicklerversionen der Oculus Rift 3D -Brille haben auch so um die 1400,- € gekostet, das Endprodukt ist jetzt trotz deutlich höherer Auflösung deutlich billiger ausgefallen.

      Niemand der bei Trost ist, kauft sich derzeit so etwas um damit eine Hobby-CNC Fräse oder einen 3D-Drucker zu steuern.

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Von Frank Schmiegl am Di, 6. Februar 2018 um 15:12 #

https://build.opensuse.org/project/show/openSUSE:Factory:RISCV

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Von Frank Schmiegl am Di, 6. Februar 2018 um 15:12 #

https://build.opensuse.org/project/show/openSUSE:Factory:RISCV

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