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Di, 27. März 2018, 08:16

Software::Cloud

ownCloud bekommt neue Benutzeroberfläche

Mit »Phoenix« integriert ownCloud ein komplett neu gestaltetes Frontend in seine Software. Die Oberfläche soll künftig nur noch HTML-, JavaScript- und CSS-Dateien enthalten und vollständig vom Server entkoppelt sein.

Das neue Frontend von ownCloud

ownCloud GmbH

Das neue Frontend von ownCloud

Wie der Hersteller der freien Cloud-Lösung bekannt gab, wird ownCloud mit »Phoenix« ein komplett neu gestaltetes Frontend enthalten. Die Entscheidung für den Neustart erfolgte laut Aussage des Unternehmens aus technischen Überlegungen heraus. »Das ownCloud-Frontend wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt – sowohl mit Blick auf die User-Erfahrung, aber auch aus technischer Perspektive«, schreibt der Hersteller. »Auf diese Weise entstand eine Vielzahl paralleler JavaScript-Bibliotheken, Frameworks und Komponenten, die das bestehende Frontend zunehmend komplexer, aber auch unübersichtlicher werden ließen«.

Die Entwickler suchten in der Folge nach einer einfachen Möglichkeit, HTML-Templates zu schreiben, sie vom Datenmodell zu entkoppeln und dadurch eine saubere und verständliche Struktur zum Schreiben von Code zu erhalten. »Phoenix macht nun an dieser Stelle einen radikalen Schnitt und liefert eine von Grund auf neu gestaltete Oberfläche auf Basis neuester Frontend-Technologien wie WebPack, Vue.js oder UIKit«. Eine große Neuerung ist dabei auch der modulare Aufbau, der ein sogenanntes »atomares Design-Muster« vorsieht, das ohne großen Programmieraufwand implementiert und weiterentwickelt werden kann.

Mit dem Neustart erfolgt zugleich eine vollständige Trennung des Frontends vom ownCloud-Server. Phoenix ist damit ein reiner Web-Client, der nur HTML-, JavaScript- und CSS-Dateien enthält und nur über öffentliche APIs wie WebDAV oder OCS Share mit dem Server kommuniziert. Aus Deployment-Sicht kann Phoenix deshalb in einer komplett isolierten Umgebung betrieben und auf einem separaten Webserver gehostet werden.

Phoenix ist Open Source und als Gemeinschaftsprojekt offen für alle, die zum Projekt beitragen wollen. Aktuell befindet sich die Lösung in der Testphase und soll demnächst parallel zum bestehenden Frontend über den ownCloud Marketplace verfügbar sein. Der nächste Entwicklungsschritt wird auch im Rahmen des Google Summer of Code erfolgen, bei dem auch der Grundstein für die Entwicklung gelegt wurde.

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