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Mi, 4. April 2018, 10:58

Software::Container

LXD 3.0 veröffentlicht

Während bereits vor einer Woche LXC und LXCFS in Version 3.0 erschienen waren, folgte jetzt LXD 3.0. Alle drei Anwendungen sind LTS-Versionen, die bis 2023 unterstützt werden.

linuxcontainers.org

Canonicals Hypertainer LXD 3.0 LTS ist nach LXD 2.0 vor zwei Jahren die zweite Version der Anwendung, die Langzeituntersützung erhält. Bereits vor einer Woche waren LXC 3.0 sowie das Dateisystem LXCFS 3.0, ebenfalls jeweils als LTS-Versionen, erschienen.

LXD ist eine Mischung aus herkömmlicher Virtualisierung und Distributions-Container und wird von Stéphane Graber bei Canonical federführend entwickelt. Als Grundlage dient dabei das Projekt Linux Containers (LXC). LXD ist seit Ubuntu 15.04 Bestandteil der Distribution.

Die größte Neuerung bei LXD 3.0 ist die Einführung der Clustering-Unterstützung. Dadurch können identisch konfigurierte LXD-Server zu einem Cluster zusammengefügt werden, der nach außen hin als ein großer LXD-Server erscheint. Die LXD-Datenbank wird mit dqlite5, einer Kombination aus Sqlite3 und Raft repliziert, sodass drei der Cluster-Mitglieder jederzeit eine Kopie der gesamten Datenbank haben.

Ein weiteres neues Werkzeug, das auf den Namen lxd-p2c hört, ermöglicht es, das Dateisystem eines Systems über die LXD-API in einen LXD-Container zu importieren. Nachdem eine Kopie des Tools erstellt wurde, kann die resultierende Binärdatei auf ein beliebiges System übertragen werden, das in einen Container umgewandelt werden soll. Auf einen entfernten LXD-Server gerichtet, wird das gesamte Dateisystem über die LXD-Migrations-API übertragen und ein neuer Container erstellt. Graber hielt auf der FOSDEM 2018 dazu einen Vortrag.

Ein häufiges Problem bei der Verwendung von Nvidia-Grafikprozessoren in Containern ist die Anforderung, die Userspace-Bibliotheken mit dem Kernel-Treiber synchron zu halten. Dies ist besonders schwierig, wenn der Besitzer des Containers nicht auch der Besitzer des Hosts ist, da die beiden dann jederzeit und ohne Vorwarnung aus dem Takt geraten können.

Ein neu eingeführter nvidia.runtime-Container-Konfigurationsschlüssel, kombiniert mit einer Kopie des nvidia-container-cli-Tools und liblxc 3.0, ermöglicht es nun, die Konfiguration auf dem Host-System automatisch zu erkennen und beim Booten in den Container zu übergeben. Viele weitere Verbesserungen seit der letzten Version LXD 2.21 sind in der Ankündigung aufgeführt.

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