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Do, 5. April 2018, 08:19

Software::Spiele

Valve bekräftigt Linux-Engagement

In einer Mitteilung an die Gemeinschaft bekräftigte der Soft- und Hardwarehersteller Valve sein Linux-Egagement und versprach, seine Bemühungen weiter anhalten zu lassen. Zuvor machten Gerüchte die Runde, das Unternehmen wolle die auf Linux aufsetzen »Steam Machines« begraben und die Unterstützung für das freie Betriebssystem beenden.

Valve

Mitte 2013 hatte der Spielehersteller Valve sein Konzept einer auf Linux basierenden Gaming-Plattform bekannt gegeben. Valves Idee: Eine weitgehend mit herkömmlichen Komponenten aufgebaute Konsole, auf der das auf Linux basierende SteamOS läuft. Der Hersteller animierte deshalb externe Produzenten, eigene Geräte auf den Markt zu bringen und Spiele für Linux, und damit die Steam-Machines, zu portieren. Valve selbst hat dazu fast das komplette Spieleportfolio auf das freie Betriebssystem übertragen und auf der hauseigenen Steam-Plattform auch Linux-Spielern zur Verfügung gestellt. Doch auch externe Spieleschmieden entdecken Linux zunehmend. Zuletzt hatten sich vor allem Feral Interactive und Paradox Interactive mit Linux-Umsetzungen Ihrer Titel hervorgehoben. Einen Erfolg für die Steam Machines brachten die Ankündigungen aber nicht.

Wie nun einer Meldung der auf Linuxspiele spezialisierten Seite gamingonlinux.com Anfang des Monats entnommen werden konnte, scheint Valve zunehmend die Lust an den Konsolen zu verlieren und deshalb die Links zu den Geräten von der Hauptseite entfernt zu haben. Die Liste mit den entsprechenden Geräten ist nicht mehr über das Hauptmenü erreichbar und kann nur noch direkt angesteuert werden. Ferner bewirbt das Unternehmen die eigenen Konsolen nicht mehr, weshalb schnell Gerüchte die Runde machten, wonach Valve nicht nur die Steam Mashines, sondern das komplette Linux-Engagement einstellen wolle.

Durch den Flurfunk befeuert fühlte sich der Hersteller nun offenbar gemüßigt, die Sachlage zu erklären. Wie Pierre-Loup Griffais im Forum des Unternehmens schreibt, sei sich Valve des Umstands bewusst, dass die Steam Machines nicht den erwünschten Erfolg haben. Die Entfernung der Links spiegelt deshalb eher die momentane Situation wider. Sie ist darauf zurückzuführen, dass die Mehrzahl der Steam-Besucher kein Interesse an der Hardware hat. Ein eigener Menüpunkt sei deshalb schlicht überflüssig.

Anderseits ändere der Misserfolg aber nichts an Valves Strategie, eine auf Linux aufbauende offene Spiele-Plattform zu etablieren. »Wir arbeiten immer noch hart daran, Linux zu einem großartigen Ort für Spiele und Anwendungen zu machen«, schreibt Griffais. »Wir denken, dass dies letztendlich zu einer besseren Erfahrung für Entwickler und Kunden führen wird«. Ein wichtiger Teil dieser Bemühungen sei unter anderem Valves Engagement, Vulkan zu einer wettbewerbsfähigen und gut unterstützten Grafik-API für Spiele und Anwendungen zu machen. Gleichzeitig will das Unternehmen aber auch erhebliche Ressourcen in die Unterstützung der Ökosystem-, Werkzeug- und Treiberaktivitäten unter Linux investieren. »SteamOS wird auch weiterhin unser Medium sein, um diese Verbesserungen an unsere Kunden zu liefern«, so Griffais. »Wir glauben, dass sie letztlich dem gesamten Linux-Ökosystem zugutekommen werden«.

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