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Do, 19. April 2018, 09:26

Software::Distributionen::Red Hat

Oracle Linux 7 Update 5 veröffentlicht

Wie Oracle bekannt gab, ist das neueste Update der RHEL-basierten Linux-Distribution nun für die 64-Bit-Architektur verfügbar. Die neue Version basiert auf RHEL 7.5 und bringt unter anderem einen komplett neuen Kernel, der auf Linux 4.1.12 basiert, und zahlreiche herstellereigene Neuerungen mit sich.

oracle.com

Oracle Linux 7 Update 5 basiert, wie alle Vorgängerversionen, auf Red Hat Enterprise Linux (RHEL). Oracle nutzt dazu die Quellen der Unternehmens-Distribution und stellt ein eigenes Produkt daraus her. Dementsprechend bietet auch »Oracle Linux 7 Update 5« die Neuerungen an, die in die eine Woche alte RHEL 7.5-Version eingeflossen sind. Dazu zählen unter anderem alle bis dato veröffentlichten Sicherheitsupdates und Verbesserungen bei der Sicherheit, wie der Unterstützung von PKRU und der Verschlüsselung beim Booten, der Dateisystemen und dem Server- und Desktop-Betrieb. Im Gegensatz zu RHEL wird allerdings in Oracles Produkt das alternative Dateisystem Btrfs voll unterstützt.

Den wohl größten Unterschied zwischen RHEL und Oracle Linux stellt allerdings der eingesetzte Kernel dar. Neben dem erweiterten Kernel 3.10 von RHEL 7.5 liefert Oracle auch eine eigene Version des Kerns aus - den »Unbreakable Enterprise Kernel (UEK) 4«, der auf der Kernelversion 4.1.12 basiert. Diese weist diverse Korrekturen und Verbesserungen gegenüber dem Original auf. So unterstützt beispielsweise Oracles Variante Container sowie Virtualisierungslösungen besser und verfügt über verbessertes Tracing. Darüber hinaus haben die Entwickler dem Kernel ein LZ4-Krypto-API und Unterstützung von sha256_ssse3, SHA-224, sha512_ssse3 und SHA-384 spendiert. Mit im Lieferumfang in Oracles UEK 4 sind zudem neben Btrfs und efivarfs auch diverse Optimierungen der Speicherverwaltung. Der Netzwerkstack wurde zudem um eine erweiterte Unterstützung für VXLAN ergänzt, und mit ZRAM ist es möglich, Daten für Block-Geräte im RAM zu komprimieren.

Des Weiteren hat Oracle in Übereinstimmung mit Red Hats Lizenz die Logos, Produktbezeichnungen und Linkverweise des Unternehmens eliminiert oder ersetzt. Betroffen von der Änderung sind neben Update- und Crash-Einrichtungen auch diverse personalisierte Server. Die aus dem eigenen Hause stammenden optionalen Softwareprodukte, wie beispielsweise Java, wurden ebenfalls angepasst und auf den neuesten Stand gebracht. Neu in der Distribution sind zudem diverse Python-Pakete und Bibliotheken.

Oracle Linux 7.5 ist für die x86_64-Architektur verfügbar. Der Download kann ab sofort vom Server des Unternehmens erfolgen. Zusätzlich stellt das Unternehmen auch die Quellen des Systems zum Bezug bereit. Anwender, die bereits über eine laufende Installation verfügen, können wie gewohnt durch den Aufruf von yum update ihre Systeme aktualisieren.

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