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Mi, 2. Mai 2018, 14:42

Software::Spiele

Through the Darkest of Times: Widerstand gegen den Nationalsozialismus als Spiel

Im Erstlingswerk des neu gegründeten Berliner Indie-Entwicklers »Paintbucket Games« organisieren Spieler den Widerstand im Berlin zur Zeit des Nationalsozialismus. Das Spiel soll kommdes Jahr erscheinen und unter anderem auch für Linux verfügbar sein.

Through the Darkest of Times

throughthedarkestoftimes.com

Through the Darkest of Times

Einem düsteren Kapitel der Geschichte widmet sich »Through the Darkest of Times« des neu gegründeten Berliner Indie-Entwicklers »Paintbucket Games«. Im PC-Spiel, das sich seit einem Jahr in Entwicklung befindet, organisieren die Spieler den Widerstand im Berlin zur Zeit des Nationalsozialismus. »Through the Darkest of Times«, gefördert durch das Medienboard Berlin Brandenburg, befindet sich derzeit in der Pre-Alpha-Phase und soll noch im Herbst dieses Jahres bei Steam im Early-Access starten und im nächsten Jahr fertiggestellt werden. In dieser Woche wird das Spiel auf der AMAZE in Berlin erstmals zu sehen sein.

Das Spiel basiert zwar auf wahren Begebenheiten und orientiert sich an realen Widerstandkämpfern dieser Zeit, die Charaktere der Widerstandsgruppe werden jedoch prozedural generiert. »Somit ist trotz der jeweils gleichen historischen Ereignisse jedes Spiel anders und der Spieler steht jedes Mal neuen Herausforderungen gegenüber«, beschreibt der Entwickler das Spiel. Das Spiel läuft dabei in Runden und Kapiteln ab, wobei jede Runde einer historischen Woche entspricht. Die vier Kapitel des Spiels gliedern sich nach historisch relevanten Zeitabschnitten: Machtergreifung 1933, Höhepunkt der Macht 1936, während des Zweiten Weltkriegs 1940/41 und der Zusammenbruch 1945. In jedem Kapitel gilt es, ein anderes Ziel zu erreichen, damit die Gruppe weiterkommt. So muss beispielsweise nach der Machtergreifung genügend Unterstützung gewonnen werden, ehe die volle Repression der Nazis einsetzt. Während der Olympischen Spiele 1936 wiederum gilt es, Informationen zu sammeln und an ausländische Journalisten weiterzugeben, um die Akzeptanz des Regimes im Ausland zu mindern.

Zu den Gründen, ein düsteres Kapitel der deutschen Geschichte als Spiel umzusetzen, sagt Jörg Friedrich, einer der Entwickler: »Würde aber jemand heute alles, was er über die Geschichte des Dritten Reiches weiß, ausschließlich aus Computerspielen lernen, dann gäbe es in dieser Geschichte den Holocaust nur am Rande und Nazis wären die Fraktion, die zwar niemand mag, die aber die schicksten Uniformen und die besten Panzer hat«. Sebastian St. Schulz, ein weiterer Entwickler: »Wir möchten mit „Through the Darkest of Times“ neue Wege aufzeigen, wie Computerspiele das Thema Nationalsozialismus behandeln können«.

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