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Mo, 7. Mai 2018, 14:06

Gemeinschaft::Organisationen

Zertifizierung zum Kubernetes-Anwendungsentwickler gestartet

Die Cloud Native Computing Foundation bietet ab sofort eine Zertifizierung zum Kubernetes-Anwendungsentwickler an. Kandidaten müssen eine Prüfung ablegen, in der sie Kenntnisse über die Entwicklung und Verwaltung von Anwendungen unter Kubernetes nachweisen müssen.

Kubernetes

Das erste und wichtigste Projekt der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) ist Kubernetes, das seine Anfänge bei Google nahm, inzwischen aber als eines der größten weltweiten Open-Source-Projekte überhaupt und als der de-facto-Standard für Container-Orchestrierung gilt.

Der Status von Kubernetes verlangte es geradezu, Zertifizierungen zu schaffen, mit denen Administratoren und Entwickler ihre Kenntnisse von Kubernetes und Cloud-Computing nachweisen können. Denn die Nachfrage nach Mitarbeitern mit solchem Wissen ist enorm und ein verlässliches Zertifikat demnach fast eine Job-Garantie. Im letzten Jahr brachte die CNCF bereits die Prüfung zum Certified Kubernetes Administrator (CKA) an den Start. Für dieses Examen, das nach Angaben der CNCF bisher 1.500 Anmeldungen hatte, werden durch die CNCF und Partner auch Schulungen angeboten.

In ähnlicher Weise funktioniert das jetzt angekündigte Examen zum Certified Kubernetes Application Developer (CKAD). Die Kandidaten müssen in einer zweistündigen Prüfung nachweisen, dass sie in der Lage sind, Anwendungen unter Kubernetes zu entwerfen, zu erstellen, zu konfigurieren und zum Einsatz zu bringen. Notwendig ist es dafür, die von der Anwendung benötigten Ressourcen zu definieren und die Werkzeuge von Kubernetes, unter anderem zum Erstellen, Überwachen und Debuggen von Anwendungen, richtig anzuwenden.

Die Prüfung hat jetzt die Betatestphase verlassen und ist allgemein zu einem Preis von 300 US-Dollar verfügbar. Sie besteht aus sieben Themenbereichen, die mit folgenden Gewichtungen in die Bewertung eingehen: Kernkonzepte (13%), Konfiguration (18%), Multi-Container Pods (10%), Observability (18%), Pod-Design (20%), Dienste und Vernetzung (13%) und Persistierung des Zustands (8%). Wer beim ersten Versuch durchfällt, darf die Prüfung kostenlos ein zweites Mal angehen.

Wie die Kandidaten ihre Kenntnisse erwerben, ist ihnen selbst überlassen. Verschiedene Partner werden Schulungen zu der Prüfung anbieten. Die CNCF selbst hat einen Online-Kurs entwickelt, der ab 15. Mai zugänglich ist. Der Kurs ist online und kann von allen Nutzern in ihrer selbst eingeteilten Zeit absolviert werden.

Die CNCF wurde Mitte 2015 gegründet, um freie Container-Technologien zusammenzubringen. Eine lange Reihe von Unternehmen, die an Container-Technologien arbeiten, stand hinter der Gründung der Organisation, die als Zusammenarbeitsprojekt der Linux Foundation geführt wird. Die CNCF verzeichnete seit ihrer Gründung ein rasantes Wachstum, das dem weiter wachsenden Interesse an Cloud-Computing zu verdanken ist.

Ziel der CNCF ist es, Cloud-Computing universal und dauerhaft zu machen. Zu diesem Zweck bietet sie neben Kubernetes weiteren Projekten, die sich mit der Ausführung von Containern befassen, eine Heimat. Dazu gehören Laufzeitumgebungen wie containerd von Docker und rkt von CoreOS, Projekte, die Infrastruktur bereitstellen, wie Envoy, CoreDNS, gRPC, Fluentd, Linkerd, OpenTracing und Prometheus. Zur Orientierung in der Vielzahl der Projekte, von denen einige miteinander konkurrieren, statt sich zu ergänzen, kann die Cloud Native Landscape dienen, die Informationen zu jedem einzelnen Projekt bereithält.

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