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Mi, 16. Mai 2018, 10:46

Software::Kommunikation

Filesharing-Software Pydio erfindet sich neu

Pydio, die Firma hinter der gleichnamigen Filesharing-Lösung, hat eine völlig neu programmierte Version des offenen Projektes freigegeben. Pydio Cells basiert auf einer neuen Microservice-Architektur, bietet Verbesserungen der Benutzerfreundlichkeit und neue Admin-Funktionen für Datenschutz-Audits und -Compliance.

Pydio

Pydio stellt eine quelloffene File-Sharing-Lösung dar, die laut Aussage des Herstellers eine Datensicherheit ermöglicht, wie sie sich auch Großunternehmen und Service-Provider wünschen. Gleichzeitig will die Software dies mit einer intuitiven Bedienung vereinen. Pydio Cells, wie nun die aktuelle Version heißt, verfügt dazu über neue Enterprise Data Management-Funktionalität, die sowohl Unternehmen als auch Administratoren mit neuen Bedienelementen und Berichtsfunktionen unterstützen soll. Diese sind die direkte Antwort auf Unternehmensanforderungen in Bezug auf die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und andere Verschärfungen der Datenschutzbestimmungen.

Eine der wohl wichtigsten Neuerungen von Pydio Cells schlummert allerdings unter der Oberfläche. Die Lösung wurde in Go neu geschrieben und soll laut Aussage des Herstellers über eine besser skalierbare Architektur verfügen. »Pydio ist das erste große Open Source Filesharing-Projekt, das auf veraltete PHP-Technologien verzichtet«, schreibt der Hersteller. Neben der Neuprogrammierung wurde die Anwendung zudem in eine Reihe logischer Microservices aufgeteilt. Innerhalb dieser neuen Architektur wird jedem Dienst sein eigener Speicher und seine eigene Persistenz zugewiesen, sodass sie unabhängig voneinander skaliert werden können.

Neu in der aktuellen Version der Softwarelösung sind auch die internen Schnittstellen. Pydios eigene REST-API wurde durch die Spezifikation der Open API der Linux Foundation dokumentiert und alle Dateien werden über eine Standard-S3-API bereitgestellt. Die neue native Authentifizierung in Pydio wurde zudem auf Basis von OpenID Connect entwickelt. Dies bietet unter anderem die Möglichkeit einer Integration in bestehende Authentifizierungsserver einer Unternehmens. Die interne Microservice-Architektur von Pydio Cell verwendet zudem DevOps-Standards wie gRPC, die Zwölf-Faktoren-App-Methode und Protobuf.

Fotostrecke: 8 Bilder

Login-Seite von Pydio
Verwaltung von Versionen
Chatfunktionen innerhalb von Pydio
Administrationsoberfläche von Pydio Cells
Pydio Cells - Datenmanagement
Das neue »Zellen«-Konzept von Pydio ermöglicht die gemeinsame Nutzung von Dateien mittels kollaborativer Apps. Benutzer können Gruppenräume zum Teilen frei erstellen, basierend auf ihren eigenen Arbeitsmethoden. Zellen können dann intern oder extern bezüglich der Organisation geteilt werden, wobei Benutzer der Zelle neue Personen und Gruppen hinzufügen können. In-App, Instant Messaging innerhalb jeder Zelle, bietet dann einen Kanal für Gruppenkommunikation rund um das Thema. Administratoren können zudem Gruppen und Einzelpersonen basierend auf IP-Adressen, Standorten, Zeit und anderen Faktoren Regeln zuweisen. So kann beispielsweise nicht-leitendem Personal Zugang zu vertraulichen Dokumenten gewährt werden, unter der Einschränkung, dass der Zugriff innerhalb der Bürozeiten von Computern aus dem Firmennetzwerk erfolgt.

Die Quellen von Pydio können vom GitHub-Server bezogen werden. Fertige Pakete sowie Dokumentation stehen auf der Seite von Pydio bereit.

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Kommentare (Insgesamt: 4 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Software::Kommunikation (troy8, Mo, 21. Mai 2018)
Re: das letzte mal (blablabla233, Do, 17. Mai 2018)
das letzte mal (schmidicom, Mi, 16. Mai 2018)
Fehler im Artikel (nee, Mi, 16. Mai 2018)
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