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Mo, 28. Mai 2018, 08:17

Software::Distributionen

Haiku modernisiert ARM-Unterstützung

Nachdem das von BeOS inspirierte Betriebssystem Haiku sich bereits seit geraumer Zeit auf ausgewählten ARM-Boards starten lässt, wollen die Entwickler dem System nun auch eine generische Unterstützung von ARM spendieren. Ein dedizierter Installer erleichtert dabei die Installation und Konfiguration des Systems.

Haiku: Verschiedene Anwendungen

Mirko Lindner

Haiku: Verschiedene Anwendungen

Das Betriebssystem Haiku ist ein Open-Source-Projekt, das sich der Entwicklung eines neuen, von BeOS inspirierten Systems verschrieben hat. Das primäre Ziel des ursprünglich als OpenBeOS entwickelten Projektes liegt darin, die Funktionalität der letzten freigegebenen Version komplett zu implementieren und das System vollständig zum Original binärkompatibel zu halten. Während BeOS allerdings nur auf die x86- und PowerPC-Plattformen beschränkt war, unterstützt Haiku auch alternative Systeme.

Unter ARM beschränkte sich die Unterstützung allerdings nur auf eine Handvoll ausgewählter Systeme. Interessierte Anwender, die Haiku auf der Plattform installieren wollten, durften zudem nicht zimperlich beim Umgang mit dem Editor sein, denn die Konfiguration erforderte die Anpassung zahlreicher Dateien und das Setzen diverser Optionen in den Quelldateien. Bestrebungen die Anpassung des Systems mittels der Einbindung eines Flat Device Tree (FDT) verliefen im Sande und wurden nicht weiter ausgebaut.

Wie nun Alex von Gluck auf der Seite des Projektes bekannt gab, sollen die Bestrebungen, ARM besser unterstützen zu können, wieder intensiviert und die Unterstützung für die Plattform in Haiku ausgebaut werden. Als Vorbild für die Realisierung eines generischen Abbildes für (fast) alle ARM-Plattformen soll Fedora dienen. Das Projekt bietet bereits seit geraumer Zeit einen Installer an, der ein passendes Image gemäß der eingesetzten Plattform generiert. Einen ähnlichen Ansatz will nun auch Haiku verfolgen.

Von Gluck hat dazu einen neuen, auf Rust aufsetzenden Installer geschrieben, der automatisch die passenden Dateien herunterlädt und ein funktionierendes Abbild des Systems für die gewünschte Plattform erstellt. Eine Voraussetzung dafür ist allerdings die Verfügbarkeit einer »Systembeschreibung« innerhalb der Steuerungsdatei, die seitens des Projekts bereitgestellt werden muss. Im Moment unterstützt der Installer deshalb neben dem Raspberry Pi 2 und 3 nur noch BeagleBone Black und OrangePi One.

Der Rune-Installer kann ab sofort im Quellcode oder als binäre Datei für x86_64-Linux-Systeme heruntergeladen werden.

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