Login
Newsletter
Werbung

Mo, 4. Juni 2018, 11:23

Software::Desktop::Gnome

Gnome komplett zu GitLab gewechselt

Nachdem in der Vergangenheit sukzessive Teile von Gnome auf GitLab umgezogen sind, hat das Projekt nun Vollzug vermeldet. Auch die Grafikanwendung Gimp wird künftig die Infrastruktur von GitLab nutzen.

Gnome

Bereits Mitte des vergangenen Jahres verkündete das Gnome-Projekt, nicht mehr mit der aktuellen Infrastruktur zufrieden zu sein. »Über die Jahre sind viele von uns zunehmend frustriert über den Stand unserer Entwicklungsinfrastruktur«, schrieb damals Allan Day in einem offenen Aufruf. »Jeder, den wir gesprochen haben, mag es nicht und es ist nicht schwer zu sehen, warum: Es ist übersät mit Benutzbarkeitsproblemen, Code-Review ist ein Graus und es ist Lichtjahre hinter modernen Entwicklungsplattformen«. Gemeint ist dabei nicht nur Bugzilla, sondern auch das hinter der Verwaltung stehende cgit und weitere Werkzeuge. Das Projekt beschloss deshalb, die Entwicklung auf GitLab umzustellen und künftig die freie Plattformlösung für die Koordination zu nutzen. Es sollte allerdings fast ein komplettes Jahr dauern, bis der Umzug vollständig abgeschlossen werden konnte.

Wie die Projektverantwortlichen nun bekannt gaben, sind die Quellen von Gnome und zahlreicher Anwendung ab sofort unter der Kontrolle des freien Entwicklungswerkzeugs GitLab. Das System wird sich ab sofort nicht nur um die Verwaltung der Quellen, sondern auch um das Verfolgen von Fehlermeldungen, das Durchführen von Codereviews und die Team-Kommunikation kümmern. GitLab wird dem Team zudem auch Zugriff auf diverse Continuous-Integration-Werkzeuge geben, um beispielsweise besser Regressionen erkennen zu können.

Der Wechsel von vielen einzelnen Werkzeugen zu einem zentralen soll zudem laut Aussage der Entwickler die Eintrittsbarriere für Neueinsteiger reduzieren. »Newcomer können sich sofort auf aktive Probleme einlassen und Feedback zu offenen Fragen geben, ohne sich für eine Vielzahl von unterschiedlichen Werkzeugen anmelden und mit ihnen interagieren zu müssen«, schreibt das Projekt in der Ankündigung. »Nachdem wir auf GitLab umgestiegen sind, bemerkten wir fast sofort eine Erhöhung der Beiträge von Leuten, die ich vorher noch nicht gesehen hatte«, schreibt beispielsweise Philip Chimento, Betreuer von GJS (JavaScript Bindings for Gnome).

Doch Gnome ist nicht alleine. Auch das pixelbasierte Grafikprogramm Gimp wird künftig auf die GitLab-Plattform setzen. Wie die Verantwortlichen des Projektes ebenfalls verkündeten, werden auch bei Gimp künftig alle administrativen und entwicklungstechnischen Aufgaben durch den GitLab-Server des Gnome-Projekets erledigt werden. Dazu zählt auch hier die Quellenverwaltung und die Qualitätskontrolle aber auch die Interaktion mit Anwendern in Form von Fehlermeldungen oder Funktionswünschen. Die Einreichung von Beiträgen seitens der Anwenderschaft soll deshalb einfacher sein.

Der neue Entwicklungsserver des Gnome-Projektes kann unter gitlab.gnome.org angesteuert werden. Um einen Zugriff auf die meisten Funktionen zu erlangen, bedarf es einer vorherigen Registrierung. Nutzer, die bereits über alte Zugangsdaten verfügen, können diese weiterhin nach einer Rücksetzung des Passworts nutzen.

Werbung
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung