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Mo, 11. Juni 2018, 08:18

Software::Desktop::Xfce

Dateimanager Thunar wechselt auf Gtk+3

Wie die Entwickler des Dateimanagers Thunar letzte Woche bekannt gaben, wurde die Anwendung in der aktuellen Version vollständig auf die neue Version der Gtk+-Bibliothek portiert. Im Verlauf der Portierung auf Gtk+3 wurde auch die Oberfläche aufgeräumt und verbessert.

Vergleich zwischen Thunar 1.8 und der alten Toolbar

andreldm.com

Vergleich zwischen Thunar 1.8 und der alten Toolbar

Xfce mauserte sich in den letzten Jahren zu einer der beliebtesten Desktop-Umgebungen unter Linux. Einer der Gründe ist der hauseigene Dateimanager Thunar, der ursprünglich von Benedikt Meurer unter dem Namen Filer entwickelt wurde und den als zu kompliziert empfundenen Xffm ersetzen sollte. Grund für den Erfolg von Thunar und einer der Hauptentwicklungsziele ist eine Einfachheit und eine durchdachte Struktur. Die weiteren Ziele des Dateimanagers seien zudem eine performante Arbeitsweise und ein sparsamer Umgang mit Computer-Ressourcen.

Die Benutzeroberfläche von Thunar basiert auf Gtk+2 und kann sowohl mit einer auf Schaltflächen basierenden Adressleiste als auch mit einer Werkzeugleiste verwendet werden. Die optional zuschaltbare Seitenleiste blendet eine Baumansicht oder Verweise auf Orte ein.

Mit der Freigabe der Version 1.8 haben die Entwickler die Anwendung auf die neue Generation der Gtk+-Bibliothek portiert und im Verlauf der Arbeiten auch etliche Bedienkonzepte von Thunar einer Überprüfung unterzogen. Die Pfadanzeige und -Navigation wurde komplett überarbeitet und verfügen nicht nur über ein moderneres Aussehen, sondern auch über Elemente für die Navigation. Ein Klick auf die Navigation erlaubt zudem die Pfadeingabe. Eine weitere Neuerung sind Erweiterungen für alternative Sprachbindungen. Die Anzeige der Dateigröße kann auch in Bytes erfolgen und zahlreiche Bereiche der Anwendung wurden optimiert.

Thunar 1.8 kann ab sofort von dem Server des Projektes heruntergeladen werden. Durch den Umstieg von Gtk+2 auf Gtk+3 bedarf es ebenfalls einer Aktualisierung der Plugins, die ebenfalls an die neue Version und das API angepasst werden mussten.

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