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Fr, 15. Juni 2018, 12:27

Gemeinschaft::Organisationen

TeaHub soll freie europäische Alternative zu Github werden

Die Übernahme von Github durch Microsoft schlägt weiter hohe Wellen. Zahlreiche Projekte suchen nach alternativen Orten für das Projekthosting. Das in der Gründung befindliche TeaHub will eine freie, von der Gemeinschaft finanzierte Alternative werden.

teahub.io

Nach der Nachricht von der Übernahme von Github durch Microsoft folgte die Reaktion prompt. Denn auch wenn sich Microsoft in den letzten Jahren als Freund und Förderer von Open Source präsentiert, ist das in den Augen vieler Benutzer nach wie vor nicht glaubwürdig.

So hat eine große Zahl von Benutzern schon angekündigt, Github zu verlassen, oder dies bereits getan. Nutznießer sind alternative Hosting-Anbieter, bei denen Abhängigkeitsfallen wie bei Github nicht bestehen. So vermeldete GitLab, dass binnen 24 Stunden 2000 Leute über Twitter die Absicht zum Umzug auf GitLab kundgetan hätten. 100.000 Repositorien wurden auf GitLab neu angelegt und die Zahl der kostenpflichtigen Bestellungen habe sich versiebenfacht.

Neben GitLab existieren etliche weitere Alternativen, teils mit öffentlichen Angeboten, teils mit Software, die man auf eigenen Servern betreiben kann. Das neue Projekt TeaHub will jetzt eine weitere Alternative schaffen. Sie soll auf der freien Software Gitea aufbauen, auf öffentlichen, allerdings in Rechenzentren und nicht in Clouds liegenden Servern laufen und von einer nicht gewinnorientierten Organisation betreut werden.

TeaHub, dessen Name sich von Gitea herleitet, will ein offenes und transparentes Projekt sein. Es wird als gemeinnützige Organisation in Deutschland durch Thomas Boerger, David Schneiderbauer und Holger Waechtler gegründet. Zunächst sucht es allerdings nach Spenden, wofür die freie Spendenplattform Liberapay genutzt wird. Die Spenden werden zur Gründung der Organisation und dem Einrichten des Dienstes benötigt. Wann TeaHub online gehen wird, steht noch nicht fest. Offenbar sollen anfänglich nur einige ausgewählte Projekte Zugang erhalten, um die Plattform zu testen. Interessenten können sich in eine Warteliste für einen frühen Zugang eintragen.

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