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Do, 21. Juni 2018, 12:43

Software::Kernel

Oracle Unbreakable Enterprise Kernel 5 erschienen

Der Oracle hat seinen »Unbreakable Enterprise Kernel« in Version 5 veröffentlicht. Der auf Linux 4.14 beruhende Kernel enthält unter anderem die neueste Version von DTrace.

oracle.com

Nachdem Oracle mit »Oracle Linux« eine zu Red Hat Enterprise Linux (RHEL) kompatible Distribution in Konkurrenz zu Red Hat auf den Markt gebracht hatte, startete das Unternehmen auch ein eigenes Kernel-Projekt. Der »Unbreakable Enterprise Kernel« beruht auf einer wesentlich aktuelleren Kernel-Version als Kernel 3.10 von Red Hat Enterprise Linux 7 und und enthält, soweit erforderlich, die gleichen Erweiterungen und darüber hinaus diverse Erweiterungen von Oracle.

Drei Monate nach der Testversion hat Oracle jetzt den Unbreakable Enterprise Kernel 5 (UEK 5) veröffentlicht. Die neue Version beruht auf Linux 4.14 und ist sowohl für die x86_64- als auch erstmals für die ARM64-Architektur verfügbar. Als Kernel des bereits im März veröffentlichten Oracle Linux auf ARM ist UEK 5 laut Oracle noch als technische Vorschau zu betrachten und es gibt einige Einschränkungen der Funktionalität.

UEK 5 ist für Oracle Linux 7.5 und künftige Versionen des Betriebssystems gedacht. Eine der Neuerungen ist, dass Secure Boot allgemein verbessert wurde. Details zu den Verbesserungen gibt Oracle in den Anmerkungen zur Veröffentlichung, es handelt sich um eine längere Liste. Secure Boot dient dazu, sicherzustellen, dass ein System genau mit der vorgesehenen Software hochfährt und keine weiteren Binärdateien, die Schadcode enthalten könnten, ausgeführt werden.

Verbesserungen im Code für das NUMA-Balancing führten dazu, dass das NUMA-Balancing in UEK 5 generell für alle Systeme, die über mehrere NUMA-Knoten verfügen, eingeschaltet werden konnte. Zusätzlich sind auch Unterstützung für RDMA over Converged Ethernet (RoCE) und TCP-BBR hinzugekommen. Letzteres kann laut Oracle Servern zu deutlichen Leistungssteigerungen verhelfen. BBR (Bottleneck Bandwidth and Round-Trip Time) ist ein Algorithmus, der die Übertragungsrate von TCP so steuert, dass die Puffer begrenzt bleiben und Staus vermieden werden.

Aktualisierte Treiber in der neuen Version sind Hyper-V und Amazon Elastic Network Adapter. Neu ist der Intel iWARP RDMA-Treiber. DTrace erhielt in der neuen Version einige Korrekturen und neue Funktionen wie dynamisches Debugging. Das Dateisystem Btrfs, das in Oracle Linux im Gegensatz zu RHEL vollständig unterstützt wird, erhielt ebenfalls einige Korrekturen. Im Dateisystem XFS werden Reflinks, Deduplikation und Echtzeit-Subvolumes vollständig unterstützt. Eine weitere Neuerung ist Heterogeneous Memory Management (HMM), das besonders für die gemeinsame Nutzung von Speicher durch CPU und GPU interessant ist.

UEK 5 kann direkt von der Seite des Unternehmens heruntergeladen oder mit Yum installiert werden. Oracle verspricht Kompatibilität mit Red Hat Enterprise Linux mit allen Anwendungen. Zertifizierte Anwendungen müssen demnach nicht neu zertifiziert werden. Beim Einsatz von Oracle-Produkten sollten die Anwender jedoch für jedes einzelne Produkt prüfen, ob es bereits für UEK 5 zertifiziert ist, bevor sie ein Update vornehmen.

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Kommentare (Insgesamt: 22 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[3]: Jedesmal das gleiche mit den Fanboys (Blablabla233, So, 24. Juni 2018)
Re: Jedesmal das gleiche mit den Fanboys (Verfluchtnochmal_5987109, So, 24. Juni 2018)
Re[2]: Jedesmal das gleiche mit den Fanboys (Holger H., Fr, 22. Juni 2018)
Re[4]: Prison break (Schenkelkloper, Fr, 22. Juni 2018)
Re[3]: Ach, alles Quatsch (Antipropagandist, Fr, 22. Juni 2018)
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