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Mo, 25. Juni 2018, 11:03

Software::Kommunikation

LKML-Archiv auf neuem Server

Das LKML-Archiv, das die »Linux Kernel Mailing List« (LKML) beherbergt, hat nach einem Hardware-Ausfall am Jahresanfang jetzt eine neue Heimat gefunden und wird nun auf »lore.kernel.org« gehostet.

Larry Ewing

An einem Wochenende im Januar fiel die LKML aus und war nur noch über einen Spiegelserver der Universität Indiana erreichbar. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die LKML seit Jahren auf einem Rechner in der Wohnung des Betreuers Jasper Spaans beheimatet war. Während dieser im Urlaub war, fiel dieser Rechner aus und war von außen nicht erreichbar. Eine ersetztes kaputtes Mainboard brachte LKML zwar wieder hoch, für die nähere Zukunft wurde jedoch ein Umzug auf einen verlässlicheren Server in einem Rechenzentrum vorgesehen.

Dieser Umzug ist jetzt vollzogen. Die Kernel-Mailingliste ist nun auf einem neuen Listenarchivsystem zu Hause, das auf lore.kernel.org gehostet wird. Für die Verwaltung des Archivs kommt die Software Public Inbox zum Einsatz. Sie bietet unter anderem ein schnell durchsuchbares Archiv, Atom Feeds per Liste oder per individuellem Thread, herunterladbare Mbox-Archive sowie einen von Git unterstützten Archivmechanismus. Die LKML-Archive seit 1998 sind jetzt über ein einfaches »git clone« erreichbar.

Git-Clone-URLs finden sich am Ende jeder Seite. Das LKML-Archiv ist aufgrund seines Volumens in mehrere Repositorien mit einer Größe von jeweils etwa 1 GByte zerlegt. Neben dem Klonen von lore.kernel.org kann auch auf git.kernel.org auf diese Repositorien zugegriffen werden. Zusätzlich zu Public Inbox bietet LKML unter Patchwork auch eine schreibgeschützte Instanz an, die es ermöglicht, den Lebenszyklus eines jeden Patches von der ersten Einreichung über die Peer-Review bis hin zur Endabnahme in die Mainline zu verfolgen.

Das bisher auf patchwork.kernel.org gehostete LKML-Projekt wird entfernt, um Entwicklern die Verwaltung der Projekte zu erleichtern, die sie tatsächlich für das Patch-Tracking verwenden, da die schiere Menge an ungetrackten Patches auf LKML zu erheblichen Leistungseinbußen führte.

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