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Di, 26. Juni 2018, 09:37

Hardware

USA bei Supercomputern wieder vorne

Laut der neuesten Top500-Liste haben die USA nach Jahren die Führung bei den schnellsten Supercomputern wieder von China übernommen.

Supercomputer-Racks

AMD

Supercomputer-Racks

Zweimal im Jahr wird eine neue Top500-Liste der schnellsten Supercomputer der Welt vorgestellt. Gestern war es wieder soweit, auf der »International Supercomputing Conference« in Frankfurt wurde die aktuelle Rangliste vorgestellt. Wie bereits bei der letzten Ausgabe laufen auch diesmal die 500 schnellsten Rechner der Welt ausnahmslos mit Linux.

Waren noch im November 2017 die ersten beiden Plätze von China mit den Rechnern »Sunway TaihuLight« des National Supercomputing Centers in Wuxi und »Tianhe-2« im National Super Computer Center in Guangzhou belegt, so übernahmen die USA jetzt erstmals seit 2012 wieder den ersten Rang mit dem von IBM gebauten Rechner Summit, der im Department of Energy des Oak Ridge National Laboratory (ORNL) steht. Auf Rang 2 liegt immer noch Sunway TaihuLight, während auf dem dritten Platz die USA mit dem ebenfalls von IBM gefertigten Rechner Sierra des Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) liegen. Der in der Schweiz beheimatete Rechner Piz Daint konnte seinen dritten Platz aus der letzten Liste nicht behaupten und rutschte auf Platz 6 ab.

Beim Betriebssystem der Rechner Summit und Sierra auf den Plätzen 1 und 3 handelt es sich um Red Hat Enterprise Linux, wie das Unternehmen in seinem Blog schreibt. Beide Maschinen wurden als Teil der CORAL-Initiative des Department of Energy (DOE) entwickelt, um für die anspruchsvollsten wissenschaftlichen und nationalen Sicherheitssimulations- und Modellierungsanwendungen eingesetzt zu werden und die Führung der USA im Bereich der Datenverarbeitung wieder zu etablieren.

Summit, Anfang Juni angekündigt, ist im ORNL des Department of Energy untergebracht und ist jetzt der schnellste Supercomputer der Welt. Summit besteht aus IBM-POWER9-Prozessoren, NVIDIA-Volta-V100-Grafikprozessoren und einem Mellanox -Infiniband-Netzwerk. Red Hat Enterprise Linux stellt die Leistung von 122,3 Petaflops über eine gemeinsame Betriebssystemschnittstelle zur Verfügung. Mit einer Kombination aus künstlicher Intelligenz und maschinellen Lernfähigkeiten soll Summit eine Vielzahl von wissenschaftlichen Anwendungen von der Krebsforschung bis zur Astrophysik unterstützen. Der schnellste Supercomputer der Welt ist auch einer der energieeffizientesten. Laut Green500, das den Energieverbrauch von Top500-Supercomputern verfolgt, gehört Summit zu den Top Ten weltweit.

Sierra wird derzeit noch am LLNL konfiguriert und ist bereits jetzt der drittschnellste Computer der Welt. Sierra soll im August 2018 vollständig akzeptiert werden und soll die National Nuclear Security Administration sowie zwei weitere Labors - Los Alamos und Sandia - unterstützen und verfügt über umfangreiche Fähigkeiten in den Bereichen maschinelles Lernen, hochauflösende Modellierung und Simulation. Wie Summit basiert das Design dieses Supercomputers auf ähnlich konfigurierten Bausteinen, wobei die weltweit führende die Red Hat Enterprise Linux-Plattform als gemeinsame Schnittstelle für Rechenknoten aus IBM-, NVIDIA- und Mellanox-Technologien dient und eile Leistung von 71.6 Petaflops erreicht.

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