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Fr, 13. Juli 2018, 12:39

Gemeinschaft::Organisationen

Linux Foundation startet LF Energy

LF Energy ist eine neue Organisation unter dem Dach der Linux Foundation, die Projekte zur Verteilung von elektrischer Energie in den öffentlichen Stromnetzen bündelt.

Linux Foundation

Die Linux Foundation, das Branchenkonsortium zur Förderung von Linux und gemeinschaftlicher Entwicklung, hat die Organisation LF Energy gegründet. LF Energy vereint zunächst vier Projekte, die mit der Verteilung von elektrischer Energie in den öffentlichen Stromnetzen zu tun haben. Gründungsmitglieder sind europäische Stromnetzbetreiber und US-amerikanische Universitäten. Der größte Beitragende und vermutlich auch Initiator von LF Energy ist RTE aus Frankreich, der größte europäische Stromnetzbetreiber. Weitere Gründungsmitglieder sind Vanderbilt University, ENTSO-E (ein europäisches Netzwerk von Stromnetzbetreibern) und das Electric Power Research Institute (EPRI).

Der globale Energiemarkt ändert sich nach Ansicht von Shuli Goodman, dem Direktor von LF Energy, schnell. Die dafür nötige Software auf dem Laufenden zu halten, ist daher eine Herausforderung. Die Zusammenarbeit in den Projekten von LF Energy, deren Code unter freien Lizenzen veröffentlicht wird, soll für schnelle Innovation sorgen, deren Kosten gemeinsam getragen werden. Unnötige Parallelentwicklungen können so vermieden werden und die Zeit bis zur Einsatzfähigkeit der Produkte wird reduziert.

LF Energy startet der Ankündigung zufolge mit vier Projekten. »OperatorFabric« ist ein intelligenter Assistent für Systembetreiber, der nicht nur in Stromnetzen, sondern auch bei Wasser und anderen Netzen eingesetzt werden kann. Das Projekt ist bereits jetzt ausgereift, modular und erweiterbar und bietet offene Schnittstellen an. »Let's Coordinate« ist eine erweiterbare Lösung, die auf OperatorFabric aufbaut und es ermöglicht, die Sromnetze zu koordinieren, zu visualisieren und mit anderen Benutzern zu kommunizieren. Die Benutzer können dabei regional oder über Ländergrenzen hinweg verteilt sein. Das »PowSyBl Framework« besteht aus wiederverwendbaren Modulen, die die Modellierung und Simulation von Netzen ermöglichen. Solche Modelle erfordern hohe Rechenleistungen und laufen daher auf Supercomputern. »RIAPS» (Resilient Information Architecture Platform for Smart Grid) schließlich stellt die Kerndienste für die Erstellung von sicheren und leistungsfähigen verteilten Anwendungen bereit. Es ermöglicht Software zur Steuerung der intelligenten Stromnetze, zuverlässig zu laufen.

RIAPS wurde vom Institute for Software-Integrated Systems an der Vanderbilt University beigetragen. Beteiligt waren außerdem die North Carolina State University und die Washington State University, finanziert wurde es von der Abteilung »Advanced Research Projects Agency for Energy (ARPA-E)« im US-Energieministerium. Die anderen drei Projekte wurden von RTE entwickelt. Weitere Informationen findet man auf den Seiten von LF Energy.

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