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Mi, 18. Juli 2018, 08:21

Software::Distributionen::Fedora

Yum weiterhin in Fedora 29

Ein Änderungsvorschlag, den Paketmanager Yum aus der Fedora-Distribution zu entfernen, wurde auf die kommende Version 30 verschoben. Als Grund nannten die Entwickler zahlreiche Abhängigkeiten und die noch abzuschätzenden Auswirkungen eines solch massiven Eingriffs.

fedoraproject.org

Yum gehört bereits seit geraumer Zeit zu der Art von Anwendungen, deren Tage - zumindest in Fedora – gezählt sind. Nachdem mit DNF eine Alternative mit dem Ziel einer höheren Verarbeitungsgeschwindigkeit entstand, war die Tilgung der Anwendung aus der Distribution abzusehen. Dass Yum allerdings noch so lange ein integraler Bestandteil von Fedora sein würde, überrascht doch manch einen Benutzer, schließlich wurde DNF bereits Anfang 2012 vorgestellt und erstmals in Fedora 18 als Alternative zu Yum angeboten. 2015 erklärte der Entwickler DNF für stabil, um Yum vollständig abzulösen. DNF soll gegenüber Yum unter anderem Abhängigkeiten besser und schneller auflösen und weniger Speicherplatz für Metadaten benötigen. So setzt DNF bei der Speicherung der Daten beispielsweise auf XML, während das alte System SQLite verwendet.

Mit der kommenden Version 29 von Fedora sollte Yum nun endgültig in Rente geschickt werden. Wie Jan Kurik Ende Juni auf der Liste des Projektes vorschlug, würden die Entwickler in der nächsten Version nicht nur den eigentlichen Paketmanager, sondern auch alle dazugehörenden Komponenten entfernen. Als Grund wurde bereits in der Vergangenheit der Wunsch genannt, die Paketierabläufe zu vereinfachen und die Anwender weiter Richtung DNF zu bewegen. Diesem Wunsch wurde nun allerdings seitens des Fedora Engineering Steering Committees (FESCo) eine Absage erteilt.

Wie die Mitglieder im letzten Meeting feststellten, ist die Nutzerschaft der Distribution noch nicht bereit für den Schritt. Vor der Entfernung müssen unter anderem die Auswirkungen noch weiter ausgeleuchtet werden. Viele wichtige Infrastrukturprojekte, wie beispielsweise Koji oder Pungi, setzen auf Yum auf und müssen zumindest validiert werden. Die dafür benötigte Arbeit sei allerdings weder durch das Relesae-Team noch durch andere Mitglieder in der kürze der Zeit durchführbar, weshalb das Gremium die Entfernung verwarf und eine Verschiebung auf Fedora 30 vorschlug.

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