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Mi, 18. Juli 2018, 11:13

Software::Kernel

IT87-Treiber für Hardware-Monitoring auf GitHub wird eingestellt

Der IT87-Linux-Treiber, der Sensoren für Temperaturen, Lüfterdrehzahlen und Energieverbrauch auf unzähligen Mainboards ausliest, wird im Mainline-Kernel und als aktuelleres Out-of-Tree-Modul gepflegt. Letzteres wird am 1. August eingestellt.

Larry Ewing

Kernel-Entwickler Guenter Roeck betreut den IT87-Treiber für Hardware-Monitoring (hwmon) im Mainline-Kernel und pflegt bisher nebenbei auf GitHub einen aktuelleren Zweig des Treibers außerhalb des Kernel-Hauptzweigs. Der IT87-Treiber bietet Hardware-Monitoring für Sensoren auf einer Vielzahl von Mainboards. Der Code des aktuellen Treibers auf GitHub wird am 1. August entfernt, wie Roeck aktuell auf der Plattform mitteilt. Alle Tickets für diesen Zweig des Treibers sind bereits geschlossen.

Soll dieser Zweig des Treibers weiterhin zur Verfügung stehen muss sich jemand finden, der das Repositorium klont und die Betreuung übernimmt. Roeck reagiert damit auf die Einsicht, dass er zuletzt nicht mehr in der Lage war, die Anforderungen zu erfüllen, die die Nutzer dieses Treibers erwarten können, was Frustration bei allen Beteiligten bedeutet.

Roeck betrieb das GitHub-Repository als Überbrückungsmaßnahme, um aktuelle Daten und Entwicklungen in den Treiber einpflegen zu können, ohne an die teils zeitraubenden Standards beim Code-Review gebunden zu sein, denen er als offizieller Betreuer beim Mainline-Kernel unterliegt. Laut Roeck gibt es nichts, was die Integration seines Out-of-Tree-Codes in den Mainline-Kernel verhindert, falls sich motivierte Entwickler finden, die den Code durchsehen, um den Standards zu genügen. Allerdings seien die beiden Code-Basen mittlerweile ziemlich weit divergiert, was ein Zusammenführen beider Zweige sehr zeitaufwendig machen würde, wie Roeck an anderer Stelle ausführt.

Die nicht gerade ideale Aktualität des Hwmon-Kernel-Zweigs krankt aber nicht nur an fehlender Entwicklerzeit, sondern auch daran, dass die Hersteller der betreffenden ASIC-Chips nicht immer freizügig mit der verfügbaren Dokumentation der Schaltungsspezifikationen umgehen.

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