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Mo, 23. Juli 2018, 09:28

Software::Distributionen::Ubuntu

Lubuntu 18.10: Zukunft von 32-Bit ungewiss

Nachdem etliche Abwandlungen von Ubuntu ab der kommenden Version keine Abbilder mehr für die i386-Plattform anbieten werden, ist auch die Zukunft der 32-Bit-Version von Lubuntu ungewiss. Die Entwickler suchen deshalb nach der Unterstützung der Nutzer.

Lubuntu 17.10

Canonical

Lubuntu 17.10

Lubuntu entstand aus dem Wunsch, auch eine Ubuntu-Installation mit LXDE als Desktopumgebung zu haben. LXDE hat sich selbst zum Ziel gesetzt, eine schlankere und energieeffizientere Umgebung als die bekannten Platzhirsche KDE oder Gnome zu bieten. Die Idee von einem Lubuntu wurde wohl erstmals Anfang des Jahres 2009 von Mario Behrling formuliert. Die Distribution verwendet dasselbe Repositorium wie Ubuntu, richtet aber eine andere Softwareauswahl ein, was allerdings nicht nur Vorteile mit sich bringt.

Nachdem bereits die Entwickler von Ubuntu und der offiziellen Derivate entschieden hatten, künftig nicht mehr auf die in die Jahre gekommene i386-Architektur Rücksicht nehmen zu wollen, ziehen nun auch die meisten inoffiziellen Abkömmlinge nach. So haben unter anderem Ubuntu Budgie, Ubuntu Mate und Ubuntu Studio angekündigt, die Unterstützung für die alte 32-Bit-Archtektur in der kommenden Version einschränken zu wollen. Wie auch schon bei Ubuntu werden dabei die drei Projekte zwar weiterhin die i386-Architektur unterstützen, bei der Freigabe neuer Versionen aber keine Installationsabbilder mehr für x86 32-Bit-Systeme erstellen.

Einen ähnlichen Weg zu gehen, planen auch die Entwickler von Lubuntu. Wie das Projekt bekannt gab, entwickelt sich die Software weiter und für das Team wird es zunehmend schwerer, passende Hardware zu finden und die Unterstützung der alten Plattform aufrechtzuerhalten. »Wir wissen, dass es immer noch Interesse daran gibt, die i386-Abbilder für Lubuntu zu behalten, und haben sie daher nicht wie die meisten anderen Ubuntu-Varianten fallen gelassen«, so die Entwickler. Damit es allerdings auch weiterhin so bleibt, bedarf es einer Mitarbeit der Nutzer.

So bedarf es vor jeder Freigabe einer neuen Version ausgiebiger Tests. Werden die Abbilder allerdings nicht mehr geprüft, leidet nicht nur die Qualität der Software, sondern bestärkt die Entwickler auch in dem Glauben, dass die Plattform nicht mehr gewünscht sei. »Daher werden wir diese Abbilder nur dann weiter unterstützen, wenn entsprechende Tests für sie durchgeführt wurden«, schreibt das Team. »Wenn Sie also über i386-Computer verfügen, auf denen Sie Lubuntu noch verwenden, helfen Sie uns bitte beim Testen, oder die Abbilder werden nicht mehr veröffentlicht«.

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