Login
Newsletter
Werbung

Mo, 23. Juli 2018, 11:52

Software::Distributionen::Mint

Linux Mint Monatsbericht Juni 2018

Während die Linux Mint Debian Edition 3 (LMDE) einer Beta-Veröffentlichung Ende des Monats entgegensieht, wird weiter an Cinnamon 4.0 gearbeitet. Das geht aus dem Monatsbericht von Linux Mint hervor.

Clement Lefebvre

Nachdem Linux Mint 19 aus der Tür ist, konzentriert sich das Mint-Team auf LMDE und auf die Beseitigung von Fehlern bei Mint. Chef-Entwickler Clement Lefevbre bedankt sich zunächst jedoch eingangs des neuen Monatsberichts bei allen Spendern, die es ermöglichen, dass das Mint-Team sich voll und ganz auf die Distribution konzentrieren kann. Im Juni erhielt Linux Mint über 10.000 US-Dollar an Spenden.

Danach geht Lefevbre auf einige Probleme ein, die schlaflose Nächte bereitet haben und die er auf die mit Linux Mint 19 erstmals verwendete neue Basis Ubuntu 18.04 LTS zurückführt.

Bei einem Fehler durch ein schlecht terminiertes Update von Mesa bei Ubuntu wurde der Aktualisierungsprozess sowohl bei Ubuntu als auch bei Mint beeinträchtigt. Nachdem das Upgrade am 7. Juli blockiert wurde, wurden die betroffenen Anwender aufgefordert, das Update über die neue Timeshift-Funktion zurückzurollen.

Zudem hat kürzlich ein Grub-Update ein weiteres Problem ausgelöst. Obwohl es innerhalb weniger Stunden in den Repositorien behoben wurde, wirkt es sich immer noch auf die ISO-Images von Mint 19 aus und bricht EFI-Installationen ab, wenn die Live-Sitzung mit dem Internet verbunden ist. Neue 64-Bit-ISO-Images für Linux Mint 19 Cinnamon, MATE und Xfce wurden mit dem reparierten Paket erstellt und werden in den nächsten Tagen die aktuellen Images ersetzen.

Mint-Anwender sind zudem aufgefordert, vorsichtig mit Kernel 4.15.0-24 zu sein. Ein kritischer Fehler führt bei manchen Rechnern zu einem verzögerten Bootprozess, andere Rechner booten erst gar nicht. Das Problem ist bei Ubuntu bekannt. Auch bei Mint 18 führte die Kernel-Reihe 4.15 bereits zu Problemen, indem einige Nvidia-Treiber nicht unterstützt wurden.

Die kurz bevorstehende Veröffentlichung von LMDE 3 als Betaversion wird mit Calamares und dem bereits bekannten »Live-Installer« zwei Möglichkeiten bieten, LMDE auf die Platte zu bannen. Während der Live-Installer gut funktioniert und laut Lefebvre sehr einfach zu warten und zu verbessern ist, hat Calamares die Nase vorn, wenn es um Partitionierungsschemata geht und bietet die Möglichkeit, LUKS-Komplettverschlüsselung zu verwenden. Beide Installer unterstützen BIOS- und EFI-Installationen.

Bei der Entwicklung zu Cinnamon 4.0 laufen derzeit intensive Tests, bei denen Vsync und im Speziellen CLUTTER_VBLANK auf dem Prüfstand stehen. Ziel ist, wenn möglich, vblank abzuschalten. Dies führt gemeinhin zu besserer Geschwindigkeit, kann aber auch Screen-Tearing erzeugen. Lefebvre schreibt dazu: »Auf modernen Nvidia-GPUs können wir durch die Verwendung der Force Composition Pipeline in den Nvidia-Einstellungen Screen Tearing beseitigen. Wenn Vsync in Cinnamon deaktiviert ist, genießen wir damit eine schnellere Desktop-Umgebung ohne Screen Tearing.«

Werbung
Kommentare (Insgesamt: 4 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: Probleme. (Töppke, Di, 24. Juli 2018)
Probleme. (Töppke, Mo, 23. Juli 2018)
Und was ist mit Bluetooth? (HMark, Mo, 23. Juli 2018)
Pro-Linux
Unterstützer werden
Neue Nachrichten
Werbung