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Di, 24. Juli 2018, 13:57

Gemeinschaft::Organisationen

SPI-Jahresbericht 2017

Software in the Public Interest (SPI), eine gemeinnützige Organisation zur Unterstützung von freien Projekten, hat ihren Jahresbericht 2017 veröffentlicht.

SPI Inc.

Software in the Public Interest (SPI) ist eine 1997 gegründete gemeinnützige Organisation, die freie Software- und Hardware-Projekte unterstützt. Sie agiert weitgehend im Hintergrund und verwaltet überwiegend die finanziellen Angelegenheiten der Mitgliedsprojekte. Die jährlichen Berichte zu ihren Aktivitäten sind öffentlich. Der Vorstand der Organisation besteht aus Präsident, Vizepräsident, Sekretär, Kassenwart und drei Vertretern freier Projekte. Das Software Freedom Law Center (SFLC) berät den Vorstand in rechtlichen Fragen.

Der Jahresbericht der SPI für 2017 liegt jetzt als PDF-Datei vor. Der derzeitige SPI-Präsident Martin Michlmayr weist in seinem Vorwort darauf hin, dass SPI jetzt über 20 Jahre besteht, also im letzten Jahr seinen 20. Geburtstag feiern konnte. Die Vision von SPI, als Organisation einer größeren Zahl von freien Projekten hilfreich zur Seite zu stehen, wurde mit aktuell 45 Projekten erreicht. Ein immer noch aktuelles Ziel ist, den Vorstand zu diversifizieren, was bei SPI heißt, den Vorstand nicht ausschließlich mit Leuten zu besetzen, die auch Mitglied im Debian-Projekt sind. In dieser Hinsicht brachten die Neuwahlen 2017 Fortschritte. Fortschritte gab es auch bei den Buchhaltungsvorgängen, was laut Michlmayr sehr wichtig ist, da SPI rund 850.000 US-Dollar für seine Mitglieder verwaltet, was große Sorgfalt und Umsicht erfordert.

Am 1. Januar 2017 wurden 246 beitragende und 900 nicht-beitragende Mitglieder gezählt, 1146 insgesamt. Am 31. Dezember 2017 waren es 255 beitragende und 960 nicht-beitragende Mitglieder, 1215 insgesamt. Im Vorstand wurden turnusgemäß drei der neun Plätze neu besetzt. Dimitri John Ledkov trat aus Zeitmangel zurück, und die Amtszeiten von Andrew Tridgell und Martin Michlmayr endeten. Die beiden letzteren kandidierten erneut, ein weiterer Kandidat war Tim Potter. Da es nur genau so viele Kandidaten wie zu besetzende Plätze gab, wurde keine Wahl nötig.

Der Vorstand traf sich im letzten Jahr zweimal in Person, um alle anfallenden Themen zur SPI zu besprechen. Künftig soll nur ein Treffen jeweils im Herbst stattfinden. Die Erreichbarkeit der Organisation wurde durch die Einrichtung eines virtuellen Briefkastens, über den physische Post ohne lange Verzögerung an den Vorstand geschickt werden kann, und eine virtuelle Telefonnummer, beides am Sitz der Organisation in New York, verbessert.

Desweiteren gibt der Bericht Auskunft über die Einnahmen und Ausgaben der Projekte, für die SPI die Finanzen verwaltet. Insgesamt verwaltet SPI zur Zeit 850.000 US-Dollar (USD). Die Einnahmen lagen 2017 bei 635.000 USD, ausgegeben wurden 613.000 USD, hauptsächlich zur Förderung von Entwicklertreffen. Die größten Posten waren 2017 Debian, PostgreSQL und Open Bioinformatics. Der Jahresbericht wird komplettiert durch Details zu den Projekten, die von der SPI betreut werden. Das Projekt FreedomBox verließ die SPI, nachdem es eine eigenständige gemeinnützige Stiftung gegründet hatte.

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