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Di, 31. Juli 2018, 11:26

Software::Distributionen::Fedora

Mit Fedora 30 soll der Build-Prozess optimiert werden

Ein Vorschlag für Fedora 29, der die Startzeiten von Anwendungen optimieren soll, wurde auf Fedora 30 verschoben. Dabei geht es um die Verminderung der in Binärpaketen verlinkten Bibliotheken.

fedoraproject.org

Das Fedora-Steuerungskomitee FESCo entschied jetzt, einen Änderungsvorschlag von Fedora 29 auf 30 zu verschieben, da der vor drei Wochen eingereichte Vorschlag zur Eindämmung von exzessivem Linken im Build-Prozess für Fedora 29 zu spät kommt. Der Neubau der Pakete für diese Version hat bereits begonnen, somit würden nur noch später gebaute Pakete von der Maßnahme profitieren.

Die Unterstützer des Vorschlags, der im Linker das Buildflag --as-needed als Standard setzt, hoffen auf schneller startende Anwendungen, wenn nur noch Bibliotheken verlinkt werden, deren Symbole auch tatsächlich vom resultierenden Binärpaket verwendet werden. Vor allem bei umfangreichen Frameworks seien hier spürbare Vorteile zu erwarten, so die Entwickler.

Nach der FESCo-Entscheidung soll die Änderung, die bereits im neuesten Paket der redhat-rpm-config enthalten ist, nun kurz nach der Ableitung von Fedora 29 aus Rawhide dort ab Mitte August umgesetzt werden. Das gibt dem Projekt genügend Zeit, mit aus der Änderung resultierenden Problemen umzugehen.

Ein Entwickler weist darauf hin, dass andere Distributionen diesen Schritt bereits vollzogen haben und dies nicht immer problemlos vonstatten ging. Nicht alle Pakete setzen das Buildflag --as-needed korrekt um, sodass manche Programme unvorhergesehenes Verhalten zeigen können und die Änderung etwa bei Suse viel Nacharbeit erfordert hat. Im Debian-Wiki gibt es eine Liste von Paketen, die mit dem Buildflag nicht korrekt erstellt werden können.

Eine Betaversion von Fedora 29 ist für den 18. September geplant, während die allgemeine Verfügbarkeit für den 23. Oktober ansteht. Fedora 30 soll turnusmäßig im Mai 2019 erscheinen.

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