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Mo, 6. August 2018, 08:20

Gemeinschaft::Organisationen

Steam: Linux-Nutzung weiter gering

Die Betreiber der Vertriebsplattform Steam haben eine neue Statistikauswertung der genutzten Betriebssysteme veröffentlicht. Demnach nutzten im Juli weniger als 0,5 Prozent der Anwender das freie Betriebssystem.

Valve

Nur 0,49 Prozent der Steam-Awender setzen auf Linux. Das ergibt eine Auswertung der detaillierten Betriebssystemangaben, die die kommerzielle Vertriebsplattform Steam Anfang des Monats wieder veröffentlichte. Das freie Betriebssystem schwankt damit auch über fünf Jahre nach der Freigabe von Steam für Linux knapp unter der Wahrnehmungsgrenze und erreicht keine nennenswerten Marktanteile. Vor Linux liegt in der Auswertung mit zweieinhalb Prozentpunkten (2,66%) Mac OS X. Platz eins geht wie erwartet wieder an Microsoft Windows. Das beliebteste Betriebssystem ist dabei mit rund 54 Prozentpunkten die 64 Bit-Variante von Windows 10. Das mittlerweile in die Jahre gekommene Windows 7 kommt immer noch auf 36 Prozent, gefolgt von Windows 8.1 mit 7,1 Prozent.

Dass die Zahlen von Linux als Spieleplattform nicht wirklich überzeugen, dürfte kein Geheimnis sein. Valve hatte vor über fünf Jahren Steam unter Linux veröffentlicht und verkündet, künftig das freie Betriebssystem unterstützen zu wollen. Einer der Gründe war die Abkehr von Windows und der Start einer eigenen, auf Linux aufsetzenden Plattform unter dem Namen »Steam Machine«. Doch auch wenn sich die Zahl der Spiele für das freie Betriebssystem seit der Freigabe vervielfachte, konnte Linux immer noch keine nennenswerten Marktanteile auf der Plattform erzielen. Im April dieses Jahres tauchten Gerüchte auf, wonach Valve seine Linux-Aktivitäten einschränken will. Das Unternehmen widersprach und beschwor weiterhin das Engagement. Dafür spricht unter anderem Valves Ankündigung, das Kartenspiel »Artifact« Ende des Jahres auch für Linux zu veröffentlichen.

Fakt ist allerdings auch, dass die Zahlen – trotz aller Kritik an der Methodik der Erhebung – für Valve nicht zufriedenstellend sein dürften. Das freie Betriebssystem und die hauseigene Plattform rangieren bereits seit der Einführung knapp über der Wahrnehmungsschwelle. Da durch Beobachter geäußerte Kritik an der kaum vorhandenen Spielerbasis unter dem freien Betriebssystem kann, muss aber nicht, bei Valve noch lange ignoriert werden – trotz allen Liebesbekundungen.

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