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Mo, 6. August 2018, 13:07

Software

Lenovo ermöglicht automatische Firmware-Upgrades per LVFS

Wie bereits Dell zuvor ermöglicht nun auch Lenovo unter Linux automatische Firmware-Aktualsierungen über die Produktdatenbank LVFS.

Firmware in Gnome Software aktualisieren

Gnome

Firmware in Gnome Software aktualisieren

Red-Hat-Mitarbeiter und Gnome-Entwickler Richard Hughes hat ab dem Jahr 2015 einen Dienst auf die Beine gestellt, der automatisierte Firmware-Upgrades unter Linux aus dem laufenden System heraus ermöglicht. Zuerst wurde der Dienst in Fedora 23 angeboten. Möglich wird dies durch den Daemon fwupd, der mit der dafür eigens konzipierten Herstellerdatenbank LVFS zusammenarbeitet.

Die Software, die über das Terminal bedient oder bei Gnome in dem Modul »Gnome Software« verankert ist, greift dabei auf LVFS zu, und überprüft, ob Hersteller, die an dem Dienst partizipieren, neue Firmware für unterstützte Geräte eingestellt haben. Wenn dies der Fall ist, wird diese heruntergeladen und beim nächsten Systemstart installiert.

Einer der ersten Anbieter, die mit Hughes anfänglich zusammengearbeitet haben, war Dell. Das Unternehmen stellte Firmware für verschiedene Notebooks aus seinem Sortiment in die Datenbank ein. Später folgten Unternehmen wie Logitech, die die Firmware für ihre Unified Receiver für Mäuse und andere Geräte über LVFS zur Verfügung stellten.

Jetzt ist mit Lenovo ein weiterer großer Wurf gelungen, wie Hughes im Gnome Blog berichtet. Nach monatelangen Verhandlungen und Tests ist es jetzt soweit, dass in den nächsten Wochen und Monaten Besitzer einer Vielzahl von Lenovo-Geräten den Dienst nutzen können, um etwa neue UEFI-Firmware einzuspielen. Dabei werden die einzelnen Modelle in den nächsten Wochen sukzessive in die Datenbank eingefügt.

Die Liste der unterstützten Geräte zeigt für Lenovo bereits rund 20 Modelle an, denen weitere folgen werden. Dabei weist Hughes darauf hin, dass nur »in jüngster Zeit« produzierte Hardware unterstützt werden wird. Laut Hughes wurde seit langer Zeit an der Unterstützung von Lenovo-Hardware zusammen mit Mitarbeitern des Unternehmens gearbeitet und es seien Änderungen an allen Teilen des Dienstes erforderlich gewesen.

Die Tests wurden auf einem aktualisierten Fedora 28 Workstation vorgenommen. Hughes weist darauf hin, das fwupd vor der Anwendung aktualisiert werden sollte. Danach können über den Befehl fwupdmgr update verfügbare Aktualisierungen vorgenommen werden. Der Dienst ist unter anderem auch bei Debian, Ubuntu, Opensuse, Arch Linux und Gentoo verfügbar. Das Projekt wird auf GitHub gehostet.

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