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Mo, 27. August 2018, 12:19

Software::Grafik

Wayland 1.16 und Weston 5.0 freigegeben

Viereinhalb Monate nach Version 1.15 ist jetzt Wayland in Version 1.16 erschienen. Zugleich wurde Weston in Version 5.0 veröffentlicht. Wayland 1.16 enthält Korrekturen und kleinere Erweiterungen, Weston 5.0 vor allem die Unterstützung von geklonten Monitoren und bessere Touch-Unterstützung.

wayland.freedesktop.org

Wayland ist ein Protokoll zwischen Compositor und Client-Applikationen sowie die entsprechende Implementation als C-Bibliothek. Der Compositor kann dabei ein eigenständiger Display-Server sein, wie der vom Projekt entwickelte Referenz-Compositor Weston, eine X-Anwendung oder ein Wayland-Client. Die Clients können traditionelle Anwendungen, X-Server oder andere Display-Server sein. Wayland bildet zusammen mit einem Compositor ein vollständiges Fenstersystem, das X in einigen Bereichen ablösen könnte. Einige Linux-Distributionen stellen bereits auf Wayland beruhende Desktopumgebungen bereit, meist aber nur zum Ausprobieren. Weiter ist unter anderem bereits Fedora, das seit Fedora 25 die Gnome-Desktopumgebung unter Wayland laufen lässt. In Fedora zeigte sich auch, dass es in Wayland mit der Qualität der Treiber, aber auch mit der Umsetzung in den Anwendungen, noch hapert, obwohl Wayland selbst bereits stabil ist. Die Verwendung von X ist aber weiterhin möglich und X wird auch nicht verschwinden.

Da Wayland bereits stabil ist, enthält Wayland 1.16 keine wesentlichen neuen Funktionen. Einige Fehler wurden korrigiert, die Infrastruktur und die Tests erweitert und die Dokumentation verbessert. Laut der Ankündigung der neuen Version werden kommende Versionen von Wayland nach Bedarf erscheinen. Daher gibt es für die nächste Wayland-Version noch keinen Termin. Wayland soll künftig unabhängig von Weston aktualisiert werden, aber wenn es sich ergibt, können Wayland und Weston auch wieder gleichzeitig in neuen Versionen erscheinen.

Der Referenz-Compositor Weston wurde gleichzeitig mit Wayland 1.16 in Version 5.0 freigegeben. Bei Weston hat sich wesentlich mehr getan als bei Wayland. Die vielleicht größte Änderung ist die Einführung des Konzept eines Heads und der Datenstruktur weston_head. Ein Head repräsentiert im Wesentlichen einen Monitor. Bisher war jeder Ausgabepuffer einem Monitor zugeordnet, mit Heads wird aber ein Klon-Modus möglich, bei dem mehrere Monitore dieselbe Ausgabe anzeigen. Außerdem wurde die Unterstützung für Touch-Geräte erweitert. Die weiteren Änderungen sind nicht dokumentiert und aus den Commits nur schwer zu erschließen.

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