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Do, 6. September 2018, 12:26

Software::Desktop::Gnome

Gnome 3.30 freigegeben

Das Gnome-Projekt hat Version 3.30 der Desktopumgebung freigegeben. Neben der Integration von Flatpak 1.0 sind eine Senkung des Ressourcenbedarfs und höhere Geschwindigkeit einige der wichtigsten Neuerungen.

Gnome 3.30 ist wie geplant ein halbes Jahr nach 3.28 erschienen und bringt neue Funktionen, mehr Geschwindigkeit und zahlreiche weitere Verbesserungen. Nach Angaben des Projektes wurden 24845 Änderungen, an denen rund 800 Personen mitgewirkt haben, integriert.

Gnome 3.30 beruht auf der neuesten Version 3.24 von GTK+, die die letzte Version von GTK+ 3 sein soll und noch für lange Zeit stabil gehalten wird. Einige Neuerungen aus dem kommenden GTK+ 4 flossen in diese Version ein: Mehr Kontrolle über Eigenschaften der OpenType-Schriftarten, ein Popup-Dialog zur automatischen Ergänzung von Emojis und drei neue von GtkEventController abgeleitete Klassen.

Ein Meilenstein wurde mit der Integration von Flatpak 1.0 erreicht. Flatpak ist aus Sicht des Projekts das Anwendungsverteilungssystem der nächsten Generation für Linux. Ziel dieser Technologie ist es, die Verteilung von Anwendungen für Linux zu vereinfachen und dabei die Anzahl verfügbarer Anwendungen zu erhöhen. Flatpak-Anwendungen sollen ferner sicherer sein und problemlos ohne Neustart aktualisiert werden können. Version 1.0 von Flatpak markiert nicht nur den Eintritt in eine Stabilitätsphase, sondern verbessert auch die Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit des Systems. Der Gnome-Softwaremanager kann schon länger mit Flatpaks umgehen und kann sie jetzt auch automatisch aktualisieren.

Generell wurde Gnome 3.30 nach Angaben der Entwickler in der Geschwindigkeit optimiert. Der Desktop soll weniger Ressourcen benötigen, was es möglich macht, mehr Anwendungen gleichzeitig laufen zu lassen. Das Screen-Sharing und Remote-Desktop-Sitzungen lassen sich leichter steuern und die Sitzungen werden auch in einem neuen Systemmenü angezeigt. Der Webbrowser Epiphany wurde um eine minimale Ansicht für konzentriertes Lesen erweitert.

Fotostrecke: 9 Bilder

Gnome 3.30 mit verschiedenen Anwendungen
Übersichtsseite von Gnome 3.30 mit Anwendungen
Gnome Builder in Gnome 3.30
Webbrowser Epiphany in Gnome 3.30
Update-Einstellungen in Gnome 3.30
Im Gnome-Einstellungsdialog lassen sich nun auch Thunderbolt-Geräte verwalten. Das zugehörige Panel erscheint, wie auch diejenigen für andere Hardware, nur dann, wenn entsprechende Geräte erkannt werden. Eine weitere Neuerung ist, dass sich Boxes, ein Programm, das eigentlich zur Verwaltung virtueller Maschinen dient, jetzt mit RDP mit dem Desktop von Windows-Servern verbinden kann.

Neu ist ein Programm zur Verwaltung von Podcasts. Weitere kleinere Neuerungen sind verbesserte Stile und die Möglichkeit zur Vergrößerung in der Notizen-Anwendung und die Möglichkeit, mit VeraCrypt verschlüsselte Partitionen zu nutzen. Weitere Details zu Gnome 3.30 und zahlreiche weitere Verbesserungen sind in den Anmerkungen zur Veröffentlichung nachzulesen.

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