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Mo, 8. Oktober 2018, 15:21

Software::Android

Microsoft wendet sich Android zu

Nachdem Windows-Smartphones und Windows Mobile restlos gescheitert sind, scheint Microsoft mehr und mehr Android zur neuen Mobilversion von Windows zu küren. So soll es nun möglich sein, Android-Apps auf den Bildschirm von Windows 10 zu holen.

android.com

Mit dem Oktober-Update von Windows 10, das allerdings wegen katastrophaler Qualitätsmängel fürs erste wieder zurückgezogen wurde, führte Microsoft eine neue Funktion namens App Mirroring ein. App Mirroring soll es in der ersten Version ermöglichen, die Standard-Android-Apps eines Nutzers auf dem Windows-Desktop anzuzeigen und zu benutzen, dasselbe sollte mit auf dem iPhone dargestellten Webseiten möglich sein. Das Mobilgerät des Benutzers muss dazu mutmaßlich über USB mit dem Rechner verbunden sein.

Andere Android-Apps funktionieren in dieser Version noch nicht, doch sollen, wie Microsoft bereits angekündigt hat, zu einem späteren Zeitpunkt alle Android-Apps unterstützt werden. Beobachter wie »The Verge« werten diesen Schritt so, dass Microsoft jetzt Android zur neuen Mobilversion von Windows gekürt hat. Denn nachdem der Konzern vor einem Jahr Windows Mobile offiziell für tot erklärt hat, verfügt er über kein eigenes Mobilsystem mehr. Smartphones mit Windows Mobile kamen nie über ein paar Prozent Marktanteil hinaus, selbst bevor Android das Apple-System iOS überholte und weit hinter sich ließ. Angesichts der Probleme, die Microsoft aktuell mit Windows 10 hat, wundert es nicht, dass Windows Mobile ein kompletter Fehlschlag wurde und der Konzern das System lieber einstellte, als es zu verbessern und die Eroberung von Marktanteilen zu hoffen.

Nun besitzt Microsoft neben dem App Mirroring bereits etliche weitere Programme, die unter Android laufen, darunter den App Launcher, den Mail-Client Outlook, den Webbrowser Edge und die Sprachsteuerung Cortana. So gibt es auch Beobachter, die es für möglich halten oder sogar wünschen, dass Microsoft ein eigenes Android-Smartphone auf den Markt werfen würde. Dafür gibt es allerdings im Moment keine Anzeichen.

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