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Di, 9. Oktober 2018, 13:24

Software::Datenbanken

Redis teilweise geforkt

Aus der Kontroverse um Redis Labs »Common Clause«-Lizenzzusatz resultiert jetzt ein Fork der von der Lizenzänderung betroffenen Module durch Open-Source-Entwickler.

redis.io

NoSQL-Datenbank-Hersteller Redis Labs hatte im August eine Kontroverse heraufbeschworen, als das Unternehmen einige Module seiner Datenbank-Software unter eine restriktive Zusatzklausel stellte. Es ging unter anderem um die Enterprise-Add-ons RediSearch, Redis Graph, ReJSON, Redis-ML und Rebloom. Die bis dahin unter der Affero General Public License (AGPL) stehenden Module wechselten dadurch zu einem Lizenzmodell aus Apache License 2.0 mit dem Zusatz der Commons Clause.

Damit wollte der Hersteller verhindern, dass Cloud-Anbieter die Software in ihre Dienste integrieren und damit Geld verdienen, ohne dass etwas an die Open-Source-Gemeinschaft zurückgeht. Die Commons Clause untersagt dabei den kommerziellen Vertrieb der Module durch Dritte und steht damit nach Ansicht vieler Entwickler im Widerspruch zum Grundgedanken von Open Source.

Zudem sollen Entwickler in Unternehmen, die nicht mit AGPL-lizenzierter Software arbeiten, einen Einstieg in Redis erhalten. Bruce Perens ist der Meinung, Redis hätte dies besser handhaben können. Seiner Ansicht nach ist die Apache-Lizenz durch das Hinzufügen der Commons Clause keine Apache-Lizenz mehr.

Nach Bekanntwerden der neuen Lizenzierung entbrannte ein Streit auf vielen Open-Source-Plattformen, wobei unter anderem die Befürchtung im Raum stand, dieses Modell könne Schule machen und weitere Verbreitung finden. Dabei wurde auch grundlegend das künftige Finanzierungsmodell von Open Source diskutiert.

Bei Diskussionen blieb es nicht, wie die Technologie-Webseite ZDNet jetzt berichtet. Zwei Entwickler haben den Code der entsprechenden Module unter dem Projektnamen GoodForm geforkt. Dahinter stehen der derzeitige Debian-Projektleiter Chris Lamb und der Fedora-Entwickler Nathan Scott. Beide hatten bemängelt, dass sie in ihren Projekten die betroffenen Redis-Module unter der restriktiveren Lizenz nicht mehr ausliefern können.

Die Entwickler haben auf GitHub Repositorien für die Module RediSearch, ReJSON, Rebloom und das Test-Framework rmtest eingerichtet, in denen die Versionen der Module vor der Lizenzänderung geforkt wurden. Die Module stehen somit weiter unter der ursprünglich verwendeten AGPL.

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