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Fr, 19. Oktober 2018, 11:23

Software::Distributionen::Ubuntu

Canonical veröffentlicht Zahlen zur Datenerhebung bei Ubuntu

Zeitgleich mit der Veröffentlichung von Ubuntu 18.10 hat Canonical einen Teil der Daten der Erhebung bei den Ubuntu-Anwendern grafisch aufbereitet freigegeben.

Canonical

Im Februar hatte Ubuntu-Desktop-Manager Will Cooke angekündigt, Daten über Hardware und Installationen von Ubuntu-Anwendern erheben zu wollen. Dazu wurde im Installer von Ubuntu 18.04 ein Schalter eingebaut, der standardmäßig die Datenerhebung erlaubte. Der Anwender muss dem gegebenenfalls per Opt-Out widersprechen. Bei Update statt neuer Installation erfolgt die Abfrage beim ersten Systemstart nach dem Update.

Bei der Datensammlung sollen Informationen zur eingesetzten Hardware sowie zur Installation und zu einzelnen Softwareeinstellungen gesammelt werden. Zudem soll über die gewählte Zeitzone bei der Installation der ungefähre Standort ermittelt werden. Canonical betont dabei, dass die Daten nicht zu einer Identifizierung führen können, da IP-Adressen generell nicht gespeichert werden.

Im Juni wurden dann erste Ergebnisse veröffentlicht, wobei Cooke umfassende und grafisch besser aufbereitete Daten zusagte. Dieses Versprechen wurde nun teilweise eingelöst. Teilweise deshalb, weil beispielsweise Daten über Hersteller von PCs, Prozessoren und Grafikkarten fehlen. Wer sich zudem von der Veröffentlichung erhofft hatte, die Daten bearbeiten zu können, wird enttäuscht, die Darstellung ist statisch und kann beispielsweise nicht durchsucht oder individuell sortiert werden.

Zwei Drittel der Anwender haben bei Ubuntu 18.04 bisher an der Erhebung teilgenommen. Was die Hardware betrifft, so werden die Ergebnisse meist in reale und virtuelle Installationen unterteilt. Bei den verwendeten Architekturen liegt amd64 mit 98 Prozent vorne, X11 wird in 99 Prozent der Fälle als Display-Server beibehalten. Bei der Zahl der verwendeten Monitore nutzen 93 Prozent der Anwender ein System mit nur einem Display, 94 Prozent verwenden nur eine GPU, bei den Auflösungen dominieren 1366x768 und 1920x1080.

Bei den Prozessoren nutzen 63 Prozent Systeme mit ein bis drei und nur acht Prozent mehr als sieben CPUs. Beim Hauptspeicher setzen 51 Prozent bis zu vier GByte RAM ein, 13 Prozent verwenden 12-24 GByte und zwei Prozent mehr als 32 GByte. Die mit 79 Prozent am meisten verwendeten Festplatten haben bis zu 499 GByte, sieben Prozent verwenden hier mehr als zwei TByte. Auch bei der Partitionierung gibt es wenig wenig Überraschendes. Löschen und darüber neu installieren wird von 54 Prozent der Anwender bevorzugt, während LVM oder LVM plus Verschlüsselung von jeweils drei Prozent genutzt werden.

Rund 33 Prozent der installierten Systeme werden mit den gegebenen Voreinstellungen genutzt, den Autologin verwenden 29 Prozent. Gebrauch von der Option des »Minimal Install« machten 12 Prozent, während 91 Prozent sich dafür entscheiden, den Paketbestand bereits während der Installation zu aktualisieren. Ob die Daten zu einem späteren Zeitpunkt noch besser aufbereitet zur Verfügung stehen, ist derzeit nicht bekannt.

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Kommentare (Insgesamt: 51 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[13]: Datensammelwut (Bremsenreiniger, Mo, 22. Oktober 2018)
Re[12]: Datensammelwut (Hübner, Mo, 22. Oktober 2018)
Re[11]: Datensammelwut (hjb, Mo, 22. Oktober 2018)
Re[6]: Datensammelwut (Anonymous, Mo, 22. Oktober 2018)
Re[5]: Datensammelwut (Hübner, Mo, 22. Oktober 2018)
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