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Di, 23. Oktober 2018, 12:12

Software

RISC OS unter freie Lizenz gestellt

RISC OS wurde, nachdem der Quellcode bereits seit zehn Jahren verfügbar war, nun unter die Apache-Lizenz 2.0 gestellt und ist damit erstmals freie Software. RISC OS läuft ausschließlich auf ARM-Prozessoren und kann auch auf dem Raspberry Pi eingesetzt werden.

riscosopen.org

Die Geschichte von RISC OS ist lang und kompliziert. Das System, das einen Mikrokernel und eine grafische Oberfläche umfasst, wurde bereits vor gut 30 Jahren, in den späten 80er-jahren, gestartet und kam in den Acorn Archimedes-Rechnern zum Einsatz, die zu den ersten Rechnern mit ARM-Prozessor zählten. Damit ist RISC OS älter als Linux. Es ist zu kooperativem, nicht aber zu präemptivem Multitasking fähig und ist wie frühe Window-Versionen ein Einbenutzersystem. Logins und Berechtigungen existieren nicht.

Im Laufe der Zeit wurde RISC OS an neue Prozessoren angepasst, blieb aber immer auf ARM beschränkt. Die Rechte an dem System wechselten mehrmals den Besitzer. Es gab schließlich zwei Rechtehalter mit zwei unterschiedlichen Entwicklungszweigen. RISC OS 6 von der Firma RISCOS Ltd. wurde vor zehn Jahren mit Version 6.20 letztmals aktualisiert. Die andere Linie wurde von Castle Technology entwickelt und wurde in diesem Jahr in Version 5.24 veröffentlicht. Den Quellcode hatte Castle Technology bereits 2008 veröffentlicht, was später eine Portierung auf den Raspberry Pi ermöglichte. Trotzdem blieb das System unter einer proprietären Lizenz.

Doch nun wurde Castle Technology von RISC OS Developments (ROD) übernommen. Damit gingen auch die Rechte an ROS über. ROD will RISC OS weiterentwickeln und neue Märkte erschließen. Dieses Ziel hat das Unternehmen bewogen, RISC OS unter eine freie Lizenz zu stellen, die Apache-Lizenz 2.0. Der Quellcode wird von RISC OS Open Limited (ROOL) verwaltet, einer überwiegend von Freiwilligen betriebenen Organisation. Die tatsächliche Freigabe des Quellcodes unter der Apache-Lizenz soll am 27. Oktober erfolgen.

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