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Mi, 24. Oktober 2018, 13:44

Software::Distributionen::Red Hat

Red Hat und Nvidia arbeiten bei Hochleistungsrechnern zusammen

Red Hat Enterprise Linux wurde für den Einsatz auf Nvidia DGX-1 zertifiziert. Diese Nvidia-Systeme bieten sehr hohe Rechenleistungen für künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und allgemeine wissenschaftliche Berechnungen.

Nvidia DGX-1 mit Red Hat Enterprise Linux und OpenShift Container Platform (OCP)

Red Hat

Nvidia DGX-1 mit Red Hat Enterprise Linux und OpenShift Container Platform (OCP)

Red Hat hat eine neue Zusammenarbeit mit Nvidia verkündet, die das Ziel hat, Red Hat Enterprise Linux und die darauf aufbauenden Produkte, unter anderem die Kubernetes-basierte Containerverwaltung OpenShift, auf Nvidia-DGX-1-Systeme zu bringen. DGX-1 ist ein Mitglied der DGX-Serie von Hochleistungsrechnern von Nvidia. Diese Rechner bilden die Basis einiger der schnellsten Supercomputer der Welt, darunter Summit und Sierra. Im DGX-1 werden acht Volta-GPUs in einem Standard-Formfaktor verbaut, die zusammen mit 5.120 Tensor-Kernen (für maschinelles Lernen), 40.960 CUDA-Kernen und einer Leistung von, laut Nvidia, 1.000 TeraFLOPS aufwarten.

Für diese von Nvidia als Supercomputer für künstliche Intelligenz bezeichneten Systeme ist Red Hat Enterprise Linux (RHEL) jetzt zertifiziert. Diese Zertifizierung stellt die Basis dar, dass auch auf RHEL aufbauende Produkte wie die Kubernetes-basierte Containerverwaltung OpenShift auf Nvidias DGX-1 unterstützt werden. Das Interesse der Unternehmen, künstliche Intelligenz einzusetzen, stieg laut Analysten von 62% im letzten Jahr auf 77% in diesem Jahr. Dabei ist das aktuell so populäre »tiefe Lernen« nach Ansicht des KI-Pioniers Judea Pearl nichts Neues. Letztlich laufe es immer noch darauf hinaus, eine Kurve an Daten anzupassen, wie es bereits seit Jahrzehnten praktiziert wird. Dank der gestiegenen Rechenleistung seien die Ergebnisse dennoch beeindruckend.

Der Einsatz von RHEL auf den DGX-1-Systemen wird insbesondere von Kunden angestrebt, die auch ihre vorhandene Infrastruktur bereits auf RHEL aufbauen. Dadurch vereinfacht und vereinheitlicht sich für sie die Verwaltung der Systeme. Zusätzlich stellt Red Hat Systemanpassungen bereit, die die Leistung der Systeme unter RHEL maximieren. Der Kunden-Support wird von Red Hat und Nvidia gemeinsam geleistet.

Über die Zertifizierung hinaus arbeiten Red Hat und Nvidia auch an anderen Open-Source-Initiativen zusammen. In einem Projekt wurde OpenShift bzw. das zugrundeliegende freie Projekt Origin erweitert, um Nvidia GPU Cloud-Container (NGC) ausführen zu können. Damit sollen die Anwender die volle Leistung der GPUs nutzen können. Ein weiteres Projekt ist die heterogene Speicherverwaltung. Mit dieser Arbeit soll der Linux-Kernel eine angepasste Speicherverwaltung erhalten, mit der er anderen Geräten außer der CPU, also insbesondere GPUs, den direkten Zugriff auf Teile des Systemspeichers geben kann. Damit können Kopiervorgänge eingespart und signifikante Leistungssteigerungen erzielt werden.

Wie Red Hat im Blog schreibt, gab es schon zuvor eine intensive Zusammenarbeit mit Nvidia, unter anderem bei Grafiktreibern, KVM-Unterstützung für virtuelle GPUs und Kubernetes.

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