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Thema: IBM übernimmt Red Hat

37 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Potz Blitz am Mo, 29. Oktober 2018 um 08:13 #

Ich habe insbesondere Red Hat's Engagement im Desktop-Bereich (Gnome, Wayland) immer sehr geschätzt. Gerade unter dem Gesichtspunkt, dass es da nicht viel zu verdienen gibt. Hoffentlich darf R.H. unter IBM so weiter machen wie bisher. Ich habe bisher immer Canonical als Übernahmekandidaten gesehen; dass es mit R.H. gleich den Platzhirsch erwischt ist bemerkenswert.

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Von Anonymous am Mo, 29. Oktober 2018 um 08:27 #

Nun werden sich die Grossen um die verbliebenen kommerziellen Linux-Ableger reissen.

Susi wird wohl bald einen neuen Freier aushalten müssen.

Würde mich nicht mal wundern, wenn Microsoft sein klassisches Windows-Geschäft aus katellrechtlichen Gründen verselbständigt, um dann Canonical aufkaufen zu können. Da wächst zusammen, was zusammen gehört ;)

Und in der Linux Foundation werden sie mehr gegeneinander als miteinander arbeiten.

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Von IT-Spanner am Mo, 29. Oktober 2018 um 08:29 #

...Neeeiiiiiiiiinnnnnn! Wieder hats einen erwischt.

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Von wurzel am Mo, 29. Oktober 2018 um 08:32 #

Einerseits ist es traurig, dass ein 'Indianer' in einem Konzern untergeht.
Andererseits ist damit ganz ganz deutlich geworden, dass Opensource ein tragfähiges Geschäftsmodell hat und ganz viele Nachahmer werden antreten. Das erhöht die Zahl der Mitstreiter am Community-Projekt.

Nicht umsonst kommen auch heute schon fast alle Beiträge zum Kernel von Unternehmen. Der Glaube an den begnadeten Programmierer im Keller, der für das Wohl der Welt arbeitet, ist i.W. ein Fake.
Im Business ist Linux eine ganz große Nummer, In der Cloud der Marktführer .. vielleicht kommt irgendwann mal einer und gibt dem Desktop einen Schub.
Man darf doch noch hoffen.

  • 1
    Von Steve Ballmer am Mo, 29. Oktober 2018 um 08:38 #


    Im Business ist Linux eine ganz große Nummer, In der Cloud der Marktführer ..


    vielleicht kommt irgendwann mal einer und gibt dem Desktop einen Schub.

    Damit verdient man kein Geld.

    • 2
      Von wurzel am Mo, 29. Oktober 2018 um 09:04 #

      Im Business ist Linux eine ganz große Nummer, In der Cloud der Marktführer ..
      vielleicht kommt irgendwann mal einer und gibt dem Desktop einen Schub.

      Damit verdient man kein Geld.

      Aber doch .. jede Menge. Siehe Android.

      • 1
        Von NotMad am Mo, 29. Oktober 2018 um 20:57 #

        Aber doch .. jede Menge. Siehe Android.
        Für den Hersteller von Android aber doch nur mit Werbung und den "Daten" der Benutzer. Wollen wir das auch auf dem Linux-Desktop? Ich jedenfalls nicht!

        Die weiteren Beitragenden zum Android-Ökosystem (App-Entwickler) verdienen ihr Geld entweder auch mit Werbung durch Google oder aber durch bezahlte Apps. IMHO geht der langfristige Trend aber doch eh in Richtung Web-Apps, sprich im Browser. Und da ist es egal, ob nun ein Windows, ein Linux oder sonst was leichtgewichtiges im Hintergrund werkelt.

        • 1
          Von Mal_sehen am Mo, 29. Oktober 2018 um 21:08 #

          es ging darum, ob mit Linux Geld verdient werden kann.
          Wenn ja werden Unternehmen daran weiter entwickeln. Wenn nein wird nur die kleine Szene der Hobbybastler daran rumfrickeln.
          Red Hat hat nicht mit der Daten seiner Benutzer Geld verdient sondern mit seinen Abos bei Unternehmen. Es hat viele Opensource-Projekte angestoßen und unterstützt, die sehr wertvoll für Linux sind.
          Es unterstützt Fedora und 'leistet' sich den absolut freien Clone CentOS.
          Mir sind Unternehmen bekannt, in denen alle Server auf CentOS laufen.

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      Von Herbertus am Di, 30. Oktober 2018 um 13:44 #

      vielleicht kommt irgendwann mal einer und gibt dem Desktop einen Schub.

      Dann solltest du lieber nicht auf IBM hoffen, die haben ihren eigenen - ausschließlich intern genutzten - Linux Client auf Red Hat- Basis vergeigt.
      Und zwar so sehr, daß die IBM Mitarbeiter nur wiederwillig damit arbeiten, wenn die nicht gleich auf Windows migrieren.
      Die meisten IBMer sind eben keine überzeugten Linuxnutzer.

      Die interessiert Linux lediglich für ihr System z Portfolio, da AIX (System z) immer mehr durch Linux ersetzt wird.

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    Von niradis am Mo, 29. Oktober 2018 um 10:38 #

    IBM ist bereits ewig im Bereich OSS unterwegs. Die haben sehr viel zu OSS beigetragen, jedenfalls wenn es für Big Blue nützlich war und so kosten gespart werden konnten. Die Produkte im Kernbereich von IBM sind geschlossen wie eh und je.

    Andererseits hat IBM bisher alles kaputt bekommen, was sie sich einverleibt haben. Die Gefahr besteht, dass alles was bei RH nicht zum Cloud-Geschäft passt gestrichen wird. Immerhin hat man sich eben erst mit Apple ins Bett gelegt.

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Von schmidicom am Mo, 29. Oktober 2018 um 09:25 #

IBM war mal eine richtig tolle Firma aber nach dem was die alles in den Sand gesetzt haben (z.B. die komplette Consumer/Business-PC Sparte) glaube ich kaum das sie überhaupt noch die Kompetenz oder auch nur den Willen haben RedHat so weiter zu führen wie bisher.

RedHat soll kein weiteres Nokia oder Sun Microsystems werden...

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 29. Okt 2018 um 09:53.
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Von Ralf-Georg am Mo, 29. Oktober 2018 um 10:32 #

Was nun aus CentOS und Fedora werden wird?
Ich hoffe, beide Distributionen bleiben erhalten!
Bede Distributionen [*] habe ich gern eingesetzt.

[*] CentOS →Server; Fedora →Desktop

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Von CentOS ist systemimmanent am Di, 30. Oktober 2018 um 10:24 #

die freien binärkompatiblen Linux-Distribution CentOS und Scientific Linux werden zwar von großen Communities gepflegt, sind aber auf die Verfügbarkeit der Quellpakete durch RedHat angewiesen. Sollte es hier Einschränkungen geben, wäre das wohl eine mittlere Katastrophe, da große öffentliche Cloud- und HPC-Infrastrukturen wie Hochschulrechenzentren oder das CERN (LHC Computing Grid, 14 PByte pro Monat!) als zentrales Betriebssystem CentOS verwenden.

  • 1
    Von Bill Tür am Di, 30. Oktober 2018 um 10:58 #

    Mein Mitleid hält sich in argen Grenzen. Hätten sie halt besser auf Debian gesetzt, statt sich von einer Aktiengesellschaft abhängig zu machen.
    Aber keine Angst, so schlimm wird es schon nicht: IBM ist zum einen ein behäbiger Haufen, der in vielen Bereichen sogar noch bürokratischer als öffentliche Verwaltungen agiert. Zum anderen werden die langen Support-Zeiträume von CentOS und Co. vermutlich nicht angetastet. Auf lange Sicht hat IBM aber noch jeden Zukauf kleingekriegt. Die von dir genannten Institutionen sollten sich allerdings schon bald Gedanken über die Zukunft machen.

    • 1
      Von Sindbad am Di, 30. Oktober 2018 um 11:42 #

      Die ... Institutionen sollten sich allerdings schon bald Gedanken über die Zukunft machen
      Zumindest vom CERN kann ich berichten, dass dort die Zukunftsplanung im vollen Gange ist. Für die nächsten Jahre rechnet man mit einer 50-fach höhere Datenverarbeitungsrate, die erforderlich sein wird und mit derzeit verfügbarer Technik nicht umsetzbar ist. Das nenne ich mal eine Herausforderung.

      RedHat (und damit auch CentOS) hat halt den Vorteil der hervorragenden Unterstützung von zertifizierter Hardware für große Storages und Grid-Computing. Die IBM-Stragtegie könnte durchaus clever sein, zumindest für IBM-Aktionäre.

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Von #! am Di, 30. Oktober 2018 um 10:47 #

Zum Glück hat ja Red Hat zuletzt große Gewinne eingefahren. Vielleicht besteht deshalb wenig Anlass für Veränderung.

Red Hat beschäftigt zahlreiche Entwickler von u.a. Kernel, GCC, glibc, systemd, Xorg, Wayland, gstreamer, GNOME, drm, Flatpak, mesa,....

Wenn IBM stark einstreicht rückt das Jahr des Linux-Desktops erst einmal in weite Ferne.

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    Von Blauhut am Mi, 31. Oktober 2018 um 08:54 #

    Die Aussage das keine Änderungen bei Red Hat vorgesehen sind ist marktüblich um die Zeit zu überbrücken bis Änderungen kommen. Man vermeidet so das in der Zwischenzeit Angestellte und Kunden verunsichert werden und sich bereits nach Alternativen umsehen bzw bereits beschreiten.

    Red Hat hat um die 4% an Anzahl an Mitarbeitern die IBM hat. Ein Fliegenschiess der genauso integriert wird wie alle die anderen Hunderte an Firmen die IBM bisher aufkaufte und auffrass.

    Die $34 Billionen wird Red Hat wieder einspielen müssen. Nutzung von Synergien und Optimierung von Geschäftsfeldern wird im nächsten Jahr für Red Hat Thema werden. IBM ist bekannt dafür unprofitable bzw nicht hinreichend profitable Geschäftsbereiche kurzerhand abzustossen oder einzustellen. Unter dem Aspekt ist die Fahrtrichtung bereits vorgegeben: Die Cloud. Was das für andere Bereiche bedeutet in denen Red Hat noch Geld investiert kann man sich vorstellen.

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