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Di, 30. Oktober 2018, 08:14

Software::Grafik

Halcyon: EAs neue Grafik-Engine auch für Linux

Electronic Arts (EA), Hersteller und Publisher von Computer- und Videospielen, hat angekündigt, die hauseigene Grafikengine »Halcyon« auch für Linux zu veröffentlichen. Die Engine verzichtet auf exzessive Grafiktechniken und richtet sich vor allem an experimentelle Umgebungen und schnelle Anwendungsentwicklung.

Electronic Arts

Der US-Hersteller und Publisher von Computer- und Videospielen Electronic Arts (EA) hat im Zuge des Khronos Munich Meetup seine neue Grafikengine unter dem Titel »Halcyon« vorgestellt. Im Gegensatz zur hauseigenen »Frostbite«-Engine fokussiert die Neuentwicklung vor allem experimentelle Umgebungen und schnelle Anwendungsentwicklung. Halcyon unterstützt dabei neben Vulkan 1.1 und Direct3D 12 ebenfalls Apples Metal 2, was Entwicklern ermöglicht, neben Windows auch Linux und Mac OS X zu unterstützen. Ältere Schnittstellen oder Systeme sollen nicht berücksichtigt werden.

Die Kernfunktionen von Halcyon umfassen reale Multi-GPU-Umgebungen, wobei auf Techniken wie Alternate Frame Rendering (SFR) und verlinkte Adapter absichtlich verzichtet wird. Wie den Unterlagen zudem entnommen werden kann, lag der Fokus beim Design auf einem effizienten und flexiblen Rendering. Das Streaming kann sowohl lokal wie auch remote durchgeführt werden und die Berechnung der Ausgaben soll sowohl unter der Berücksichtigung der Rasterung als auch des Ray-Tracings erfolgen, wobei auch ein Hybridbetrieb möglich sein soll.

Wie der Hersteller betont, befindet sich die von der SEED-Gruppe (Search for Extraordinary Experiences Division) entwickelte Engine noch in einer frühen Phase der Entstehung und viele Funktionen sind noch nicht verfügbar. Nicht erwähnt, aber durchaus klar, sollte sein, dass eine mögliche Freigabe von Halcyon unter Linux zwar eines der ersten Produkte des Unternehmens für das freie Betriebssystem wäre, aber keinesfalls ein Indiz für ein Umdenken. EA ist einer der Marktführer im Bereich Computerspiele, konnte aber noch nicht durch die Spielegemeinde zum Umdenken bewegt werden, damit das Unternehmen auch offiziell Linux unterstützt.

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