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Di, 6. November 2018, 08:13

Software::Distributionen::Red Hat

Red Hat gibt das Ende der Unterstützung von KDE bekannt

Red Hat gab bekannt, dass mit Red Hat Enterprise Linux 8 (RHEL) die Unterstützung für KDE entfällt und Gnome künftig die einzige unterstützte Desktopumgebung ist.

Red Hat

Red Hat hat im Anhang der Anmerkungen zur Veröffentlichung zum kürzlich veröffentlichten Red Hat Enterprise Linux 7.6 (RHEL) bekannt gegeben, dass künftig der Plasma Desktop von KDE nicht mehr unterstützt wird. Zu finden ist diese Ankündigung in Kapitel 51, wo es um nicht mehr unterstützte Funktionalität geht.

Dort heißt es: »KDE Plasma Workspaces (KDE), die als Alternative zur standardmäßigen Gnome-Desktopumgebung bereitgestellt werden, sind veraltet. Eine zukünftige Hauptversion von Red Hat Enterprise Linux wird die Verwendung von KDE anstelle der standardmäßigen Gnome-Desktopumgebung nicht mehr unterstützen.« Veraltet bedeutet in diesem Zusammenhang, dass RHEL 7.x noch auf Plasma Workspaces 4.x setzt, während Plasma 5 bereits seit 2014 zur Verfügung steht. Die Ankündigung gilt künftig auch für CentOS.

Die Bevorzugung von Gnome bei Red Hat hat mehrere Gründe. Die Gnome Entwicklung wird von jeher von Fedora und Red Hat stark gefördert. Das ist auch historisch bedingt, da Red Hat in seinen Anfangstagen KDE nicht unterstützt hat, weil Qt damals einer unfreie Lizenz unterlag und somit KDE nicht als freie Software galt.

Auch Debian weigerte sich damals, KDE auszuliefern. Das führte dann zum Beginn der Gnome-Entwicklung. Erst 2002 wurde die Linux-Version von Qt dual lizenziert und unterlag fortan neben der Q Public License (QPL), die von der Free Software Foundation als inkompatibel zur GPL eingestuft wurde, auch der GPL selbst.

Die Unterstützung für RHEL 7 läuft erst 2024 aus, mit RHEL 8 ist frühestens zur Jahresmitte 2019 zu rechnen. Anwender, die bereits jetzt ein aktuelleres KDE bei RHEL oder CentOS nutzen möchten, können die Desktopumgebung aus dem alternativen Repositorium EPEL (Extra Packages for Enterprise Linux) installieren, erhalten dafür von Red Hat aber keinerlei Unterstützung.

Auf Fedora als Upstream für Red Hat dürfte die Entscheidung keinen Einfluss haben. Fedora pflegt einen eigenen KDE-Spin, der zwar über die Jahre stets aktuell, aber von schwankender Qualität war.

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Kommentare (Insgesamt: 65 || Alle anzeigen || Kommentieren )
KDE (Feisal, Di, 20. November 2018)
Re[5]: Keine KDE tools (Falk, So, 11. November 2018)
Re[2]: Gnome/KDE/XFCE (Verfluchtnochmal_5987109, Fr, 9. November 2018)
Re[3]: Finde ich nicht so schön (Verfluchtnochmal_5987109, Fr, 9. November 2018)
Re[3]: Ewiggestrige beklagen zu alte Software (Verfluchtnochmal_5987109, Fr, 9. November 2018)
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