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Do, 8. November 2018, 09:27

Software::Distributionen::Oracle

Oracle Linux 7 Update 6 setzt auf Linux 4.14 auf

Nach der Freigabe der sechsten Aktualisierung von Red Hat Enterprise Linux 7 hat nun auch Oracle mit seinem freien Nachbau nachgezogen. Oracle Linux Oracle Linux 7 Update 6 bringt unter anderem einen komplett neuen Kernel, der auf Linux 4.14 basiert, und zahlreiche herstellereigene Neuerungen mit sich.

oracle.com

Die Basis von Oracle Linux 7 Update 6 ist Red Hat Enterprise Linux (RHEL) mit der entsprechenden Versionsnummer. Der Hersteller nutzt dazu, ähnlich wie CentOS oder Scientific Linux, die Quellpakete der Unternehmens-Distribution und stellt ein eigenes Produkt daraus her. Dementsprechend bietet die aktuelle Ausgabe der Oracle-Distribution die Neuerungen an, die auch in RHEL 7.6 eingeflossen sind.

Die neue Version der Unternehmensdistribution verbessert unter anderem die Sicherheitsfunktionen und die Leistung. Neu ist unter anderem die Unterstützung von Trusted Platform Module (TPM) 2.0 in Clevis und weiteren Systemen. Die GnuTLS-Bibliothek unterstützt Hardware Security Module (HSM) und das überarbeitete Zertifikatssystem unterstützt standardmäßig RSA und ECC. Der Netzwerkstack der Distribution wurde erweitert und die Konfiguration von nftables vereinfacht.

Gegenüber dem Original hat Oracle der Distribution wie immer DTrace hinzugefügt, das nun auch auf die ARM64-Plattform (aarch64) portiert und standardmäßig eingeschaltet wurde. Java wurde auf eine neue Version angehoben. Ferner hat der Hersteller diverse Red Hat-Logos aus den Anwendungen entfernt und den Red Hat-Subscription-Manager eliminiert.

Den größten Unterschied zwischen RHEL und Oracle Linux stellt allerdings der eingesetzte Kernel dar. Neben dem erweiterten Kernel 3.10 von RHEL 7.6 liefert Oracle erstmalig den im April veröffentlichten Oracle Unbreakable Enterprise Kernel 5 (UEK 5) mit, der auf Linux 4.14 basiert und zahlreiche Modifikationen enthält. Neben DTrace verbessert UEK 5 unter anderem Secure Boot und das NUMA-Balancing. Zusätzlich sind auch Unterstützung für RDMA over Converged Ethernet (RoCE) und TCP-BBR hinzugekommen. Aktualisierte Treiber in der neuen Version sind Hyper-V und Amazon Elastic Network Adapter. Neu ist der Intel iWARP RDMA-Treiber. Das Dateisystem Btrfs, das in Oracle Linux im Gegensatz zu RHEL vollständig unterstützt wird, erhielt ebenfalls einige Korrekturen. Im Dateisystem XFS werden Reflinks, Deduplikation und Echtzeit-Subvolumes vollständig unterstützt. Eine weitere Neuerung ist Heterogeneous Memory Management (HMM), das besonders für die gemeinsame Nutzung von Speicher durch CPU und GPU interessant ist.

Oracle Linux 7 Update 6 ist für die x86_64- und ARM-64-Architekturen verfügbar. Der Download kann ab sofort vom Server des Unternehmens erfolgen. Zusätzlich stellt das Unternehmen auch die Quellen des Systems zum Bezug bereit. Anwender, die bereits über eine laufende Installation verfügen, können wie gewohnt durch den Aufruf von yum update ihre Systeme aktualisieren.

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Kommentare (Insgesamt: 20 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[5]: Oracle Linux (FrischersFitze, So, 11. November 2018)
Re[2]: Oracle Linux (qwertz, Sa, 10. November 2018)
Re[4]: Oracle Linux (Klaus Holdinger, Fr, 9. November 2018)
Re[6]: Oracle Linux (Andre, Fr, 9. November 2018)
Re[5]: Oracle Linux (glasen, Do, 8. November 2018)
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