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Fr, 23. November 2018, 08:31

Software::Kommunikation

XMPP-Server Prosody 0.11.0 erschienen

Die Entwickler des freien XMPP-Servers Prosody haben eine neue Version ihres Systems veröffentlicht. Die neue Version 0.11.0 verbessert MUC und Pubsub und optimiert zahlreiche interne Funktionen.

Mirko Lindner

Das ursprünglich als c entwickelte Prosody ist ein freier XMPP-Server. Das Extensible Messaging and Presence Protocol (XMPP) selbst ist ein offener, XML-basierender Standard, das den Austausch von Daten ermöglicht. Es wird unter anderem für Instant Messaging, Nachrichtenübermittlung, Konferenzen, Anzeigen des Online-Status, für Dateiübertragungen und zur Bereitstellung weiterer Dienste verwendet.

Prosody wurde durch Matthew Wild im August 2008 initiiert und in Lua relisiert. Nachdem die Software ursprünglich unter den Bedingungen der GNU General Public License (GNU GPL) vertrieben wurde, steht das Projekt mittlerweile unter der MIT-Lizenz. Selbst erklärtes Ziel bei der Entwicklung des Servers ist die einfache Bedienbarkeit, geringe Systemauslastung und Erweiterbarkeit. Eingesetzt wird Prosody unter anderem von identi.ca, »Remember the Milk« und der XMPP Standards Foundation, wo Prosody unter anderem für die Kommunikation zwischen den verschiedenen Projekten verwendet wird.

Über ein Jahr nach der letzten Hauptversion 0.10.0 steht mit Prosody 0.11.0 nun eine neue Version der Software bereit. Sie ist die erste Version der 0.11-Serie, die nun seitens der Entwickler als stabil betrachtet wird. Die größten Änderungen flossen in der neuen Version in MUC und Pubsub ein. »Diese Komponenten implementieren zusammen zwei der umfangreichsten XEPs, die XMPP derzeit bietet«, schreibt das Team. Eine der größten Änderungen ist dabei eine fast vollständige Neuimplementierung des MUC-Quellcodes (»Multi User Conference«). Neu sind unter anderem eine verbesserte Konfiguration und die Unterstützung für das Archivieren und Abfragen alter Nachrichten in einem MUC. Um Verwirrung zu vermeiden, kann Prosody zudem auch Spitznamen-Reservierungen durchsetzen.

Die Pubsub-Implementierung wurde um eine Knoten- und Elementpersistenz erweitert, was bedeutet, dass Daten auf der Festplatte statt im Speicher gespeichert werden können und beim Neustart des Servers nicht verloren gehen. Ferner wurde das Protokoll um eine Knotenkonfiguration und das Verbindungsmanagement erweitert. Neu ist ebenfalls die Unterstützung für die neuere Version der in XEP-0292 beschriebenen vCard-Spezifikation und einige Module aus der Gemeinschaft, die die Akkulaufzeit für Smartphones und Tablets verbessern sollen. Ferner hat das Team diverse interne asynchrone APIs überarbeitet.

Prosody setzt Lua 5.1 voraus, wobei die empfohlene Version 5.2 ist. Das System kann ab sofort vom Server des Projekts heruntergeladen werden. Benutzer von MySQL müssen ihr Schema aktualisieren, bevor Prosody 0.11 ausgeführt wird.

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