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Thema: Compressed Block Device für Linux

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Von Knopper am Di, 30. Januar 2001 um 23:37 #
Ein Compressed Block Device für Linux ist eigentlich nichts neues. Das gibt es seit mindestens einem Jahr z.B. auf der Rescue-CD von LinuxCare. Geschrieben hat's Paul 'Rusty' Russel (ipchains-Author). Ich verwende eine modifizierte Version für ein Live-Filesystem auf CD (ca. 1.2 Gig lauffähiger Software in einem 400MB loopback-File). Das Ganze ist allerdings nur read-only, da es ziemlich knifflig ist, Blöcke nicht vorhersehbarer Größe zu sortieren und in einem Dictionary unterzubringen (jedenfalls hat sich bisher niemand des Aufwandes angenommen). Read-Write macht in dem Beispiel auf CD sowieso keinen Sinn, wäre aber natürlich interessant, wenn man auf Platte partitionsweise komprimieren will. Nach Erzeugen eines zunächst unkomprimierten Dateisystems (mkisofs) muss also erst mal ein Komprimierer durchlaufen, der dann ein Block-Dictionary für die komprimierten Blöcke erzeugt und das Komprimierte Filesystem dann einfach anhängt.

Diese read-only Variante ist im Verglehc mit komprimierten Filesystemen wie e2comp ziemlich schnell und erlaubt es, z.B. die /usr-Partition um Faktor 2-3 komprimiert (z.B. von CD) zu mounten. Die Dekompression ist erfahrungsgemäß kaum ein Zeitfaktor, da ist sogar das Lesen von einem 40-fach Laufwerk noch langsamer, lohnt sich also alleine schon wegen der Geschwindigkeit.

Der grundlegend neue Ansatz beim CBD von Infomatec scheint die Möglichkeit des Neuschreibens/Anfügens zu sein, wobei ich nach der Lektüre des Source noch nicht ganz sicher bin, ob es sich wirklich für ein "daily use" Standard-Dateisystem eignet, ob man also on demand neue Dateien auf dem Filesystem, das das Blockdevice enthält, anlegen kann, oder ob dafür dann eine neue (Sub-)Partition in einem unkomprimierten Bereich erzeugt wird, die offline komprimiert werden muss. Muss mir das Ganze noch mal genauer ansehen.

Das compressed loopback device in der Version, die ich verwende, ist unter http://www.knopper.net/knoppix/sources/cloop.tar.bz2 im Quelltext downloadbar. Ist für Kernel 2.2.18 geschrieben, sollte unter 2.4 schon compilieren, ob es dort aber auch läuft, weiss ich noch nicht. Feedback erwünscht. No warranty, though. ;-)

Zu der oben gestellten Frage, wie man sowas mountet und unmountet, empfehle ich das README.

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    Von Dariush am Mi, 31. Januar 2001 um 10:46 #
    Danke, das ist genau das, wonach ich gesucht habe! Auf die Idee mit dem Loopbackdev und einem iso-img war ich auch schon gekommen, Kompression war damit alleine leider nicht möglich.
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